Corona-Maßnahmen: Besucher üben Kritik am Movie Park

mlzMovie Park

In den Sozialen Medien üben viele Besucher scharfe Kritik am Movie Park. Stadt und der Park selbst verweisen auf Kontrollen, bei denen nichts zu beanstanden war.

Feldhausen

, 29.07.2020, 18:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit Ende Mai hat der Movie Park Germany in Feldhausen wieder geöffnet. Doch in den vergangenen Tagen mehren sich besonders in den Sozialen Medien die kritischen Stimmen.

„Es ist so unnormal voll. Wie soll man hier den Abstand einhalten?“, fragt beispielsweise ein Facebook-Nutzer. Ein anderer stimmt ihm zu: „Voll ohne Ende und keiner hält sich an Regeln!“ Andere bestätigen das und berichten von langen Wartezeiten und wenig Möglichkeiten, in den Warteschlangen die Abstände einzuhalten. „Finde, das Ordnungsamt sollte den Park schließen“, schreibt sogar ein weiterer Nutzer.

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Andreas Pläsken, Sprecher der Stadt Bottrop, ist die Kritik nicht unbekannt. „Wir haben den Park darauf angesprochen und es wurden Lösungen gefunden beziehungsweise es wird an Lösungen gearbeitet“, erklärt er auf Anfrage der Redaktion. Am vergangenen Donnerstag (23. Juli) habe zudem am späten Mittag eine Kontrolle des Krisenstableiters der Stadt sowie des Ordnungsamtes im Park stattgefunden.

„Dabei wurde keine Stelle im Park als übervoll empfunden. Es gab keinen Grund einzuschreiten“, so Pläsken. Er verweist darauf, dass die Situation für alle neu sei und sowohl Stadt als auch Movie Park sich in einer Lernphase befänden. Es laufe sicherlich auch im Park nicht alles zu 100 Prozent richtig, „der Park tut aber sein Mögliches“. Eigentlich dürfe er mittlerweile wieder 10.000 Besuchern pro Tag Eintritt gewähren, der Movie Park beschränke den Einlass jedoch freiwillig auf 8000 Besucher. „Wir wären ehrlich gesagt froh, wenn wir mehr solcher Partner hätten, die so gut auf Kritik reagieren und Dinge umsetzen.“

Immer wieder müssen die Fahrgeschäfte im Movie Park von den Mitarbeitern desinfiziert werden.

Immer wieder müssen die Fahrgeschäfte im Movie Park von den Mitarbeitern desinfiziert werden. © Julian Schäpertöns (A)

Nach der Kontrolle im Park habe man sich zum Beispiel gemeinschaftlich dazu entschlossen, kein Straßenentertainment im Park mehr zu machen, da dies dazu führe, dass Besucher stehen blieben und sich teilweise zu nah kämen. Außerdem habe, so Pläsken, die Stadt angeregt, die Anzahl der als „Corona-Polizei“ im Park flanierenden Mitarbeiter zu erhöhen.

Die im Internet kursierenden Fotos von Parkwegen voller dicht beieinander stehender Menschen kommentiert der Sprecher so: „Fotos können, je nachdem aus welcher Perspektive sie aufgenommen wurden, auch die tatsächliche Situation verfälschen.“ Der Park sei mit seinen 45 Hektar so groß, dass es kein Problem darstellen dürfte, Abstand zu halten. „Man muss aber auch sehen, dass Menschen Herdentiere sind und die Disziplin, was das Einhalten der Corona-Maßnahmen angeht, überall nachlässt. Das kann man aber nicht dem Park anlasten“, so Pläsken.

Movie Park nimmt Kritik der Besucher ernst

„Die Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeiter und Gäste haben oberste Priorität“, schreibt der Park selbst in einer Stellungnahme zur geäußerten Kritik. Daher nehme man die Kritik der Besucher ernst und habe bereits das Security-Personal aufgestockt. Zudem habe man im Nickland einen Rundlauf angelegt und freiwillig die erlaubte Gesamtpersonenzahl im Park um 20 Prozent reduziert.

Zu den Wartezeiten schreibt der Park: „Auch in all unseren Wartebereichen gelten die Abstandsregelungen. Deshalb muss derzeit ein Teil der Warteschlange nach draußen verlagert werden (...). Dies vermag dem Besucher einen falschen Eindruck vermitteln, jedoch sind die Warteschlangen zwar insgesamt in Metern gemessen etwas länger, jedoch nicht gefüllter als sonst.“ Auch die Wartezeiten lägen weit unter jenen im normalen Parkbetrieb zur Ferienzeit.

Park hofft auf Mitarbeit der Besucher

Die Corona-Pandemie könne man nur gemeinsam meistern. Daher sei auch der Park auf die Akzeptanz, Mithilfe und das Verantwortungsgefühl der Besucher angewiesen, um einen sicheren Parkbesuch gewährleisten zu können.

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