Corona: Zufahrt zur Grafenmühle erneut gesperrt - mit einer Ausnahme

mlzGrafenmühle

Über den 1. Mai wird die Zufahrt zur Grafenmühle in Grafenwald erneut gesperrt. Das war bereits über Ostern so. Jetzt gibt es jedoch eine Änderung.

Grafenwald

, 30.04.2020, 09:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am langen Wochenende rund um den 1. Mai sperrt die Stadt Bottrop wieder sämtliche Zufahrtsstraßen sowie die angrenzenden Parkplätze am Biker-Treff „Zur Grafenmühle“. Aufgebaut werden die Sperrungen bereits am Donnerstag (30. April). Die Sperrungen gab es schon einmal zu Ostern. Etwas ist jedoch dieses Mal anders.

Anders als noch zu Ostern, dürfen die Gastronomie-Betriebe weiterhin geöffnet bleiben und einen „Außer-Haus-Verkauf“ betreiben oder Speisen zur Abholung anbieten. Doch auch hier gilt, dass das Essen nicht im Umkreis von 50 Metern verzehrt werden darf. „Es dürfen wirklich nur Anwohner durch, oder Menschen, die ihre Essensbestellung abholen“, erklärt Stadtsprecher Andreas Pläsken. Auch, wenn das Wetter nicht so gut werden soll, sei der 1. Mai traditionell ein Tag, an dem viele Menschen unterwegs seien, weswegen die Maßnahmen notwendig würden.

Baden im Heidesee nach wie vor verboten

Neben dem Biker-Treff „Zur Grafenmühle“ wird der Kommunale Ordnungsdienst gemeinsam mit der Polizei verstärkt Kontrollen zur Einhaltung des Kontaktverbots im gesamten Stadtgebiet durchführen. Schwerpunkte der Kontrollen sind Parkanlagen sowie öffentliche Plätze. Am Heidesee und am Heidhofsee kontrollieren in Zusammenarbeit mit der Stadt Bottrop Ranger des Regionalverbands Ruhr (RVR).

Die Stadt weist im Zusammenhang mit dem teilweise schon sommerlichen Wetter nochmal darauf hin, dass es grundsätzlich verboten ist, in beiden Seen zu schwimmen. „Leider haben wir das in den vergangenen Tagen schon wieder öfter erlebt, als das Wetter so gut war. Das ist auch ohne Corona schlicht und einfach verboten“, so Andreas Pläsken.

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Darüber hinaus werden keine größeren privaten Zusammenkünfte und traditionellen „Feiern“ mit Bollerwagen in öffentlichen Parks und Wäldern geduldet. Alle Bürgerinnen und Bürger sollen sich auch am 1. Mai an die geltende Verordnung der Landesregierung halten. Es gelten nach wie vor das allgemeine Kontaktverbot und die Abstandsregelungen.

Bei Verstößen drohen hohe Bußgelder

Bei Zuwiderhandlungen drohen bei geringfügigeren Verstößen mindestens 200 und höchstens 25.000 Euro Bußgeld. Schwerwiegenderes wird nach Strafrecht mit Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren geahndet. „Im Bereich Grafenmühle haben wir bislang keine Bußgelder verhängen müssen. Es blieb bei der deutlichen Ermahnung einer Motorradgruppe an Ostern. Wir hoffen, dass sich das über den 1. Mai nicht ändert“, sagt Stadtsprecher Andreas Pläsken.

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