Coronavirus: Hof Jünger in Kirchhellen wartet auf klare Ansagen

mlzHof Jünger

Das Coronavirus trifft den Hof Jünger schwer. Einige Veranstaltungen wurden bereits abgesagt. Jetzt hat der Vorsitzende des Bürgervereins eine Bitte an die Besucher, aber auch an die Stadt.

Kirchhellen

, 12.04.2020, 10:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ansonsten kümmert sich Hermann Reinbold darum, dass das sorgfältig ausgearbeitete Halbjahresprogramm des Hof Jünger reibungslos über die Bühne geht. Reibungslos läuft momentan jedoch nichts mehr. Der Vorsitzende des Bürgervereins muss Veranstaltungen absagen und verschieben. Bei vielen weiß er immer noch nicht, ob sie stattfinden können oder nicht.

„Oftmals müssen wir aktuell um Geduld bitten. Wir bemühen uns, Ersatztermine zu finden, aber dafür braucht es im Moment meistens mehr als nur ein Telefongespräch, da die gebuchten Künstler ja auch noch andere Termine haben“, erzählt Reinbold. Seine große Hoffnung liegt auf der kommenden Woche und einer klaren Ansage von Bund, Land und Kommune, wie es in den nächsten Wochen weitergehen soll.

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„Wir brauchen Planungssicherheit“, sagt Reinbold. Denn wenn der Bürgerverein Veranstaltungen frühzeitig absage, könne es sein, dass die Künstler trotzdem ihre Gage verlangen würden. Erst wenn ein Veranstaltungsverbot ausgesprochen werde, sei man auf der sicheren Seite, erklärt der Vorsitzende. Das Veranstaltungsprogramm für das zweite Halbjahr steht, Reinbold hält es aber noch zurück. „Damit wir eventuell noch ausgefallene Veranstaltungen aus diesem Halbjahr in das Programm einbauen können“, erklärt er.

Im November 2019 hatten Monika Pulham, Gaby Westhoven, Maximilian Westhoven und Hermann Reinbold vom Bürgerverein noch das neue Halbjahresprogramm präsentiert.

Im November 2019 hatten Monika Pulham, Gaby Westhoven, Maximilian Westhoven und Hermann Reinbold vom Bürgerverein noch das neue Halbjahresprogramm präsentiert. © Robert Wojtasik

Eine Veranstaltung - „Film ab im Hof“ mit „Rocketman“ - hat der Bürgerverein bereits auf das nächste Jahr verlegt (Januar) - „da sind wir in einer Linie mit Fußball-EM, Olympia und so weiter“. Komplett absagen musste der Hof Jünger das für den 5. April geplante Kindertheater. „Da wäre der Osterhase Thema gewesen und das können wir ja schlecht auf Dezember verschieben“. Die nächste geplante Veranstaltung ist „Rock im Hof“ am 25. April. Reinbold glaubt nicht daran, dass der Abend stattfinden kann, wartet aber mit einer Absage auf die Ansage der Stadt.

Kein Kartenumtausch trotz Corona

Um die Künstler, die jetzt ihre Einnahmen verlieren, zu unterstützen, ruft der Vorsitzende dazu auf, bereits gekaufte Karten für verschobene oder abgesagte Veranstaltungen nicht umzutauschen. „Das Geld würden wir dann an die Künstler spenden“, so Reinbold. Dabei geht es ihm aktuell vor allem um die zwei Veranstaltungen „Kabarett im Hof“ im März, die fast ausverkauft gewesen waren und nun aller Voraussicht nach am 26. und 27. Mai stattfinden werden. „Es ist zwar sehr, sehr schade, dass wir so viel absagen müssen, aber ich denke, es ist besser, zu spät mit den Veranstaltungen anzufangen als zu früh, schließlich gehören die Besucher von vielen unserer Angebote zur Risikogruppe.“

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