Coronavirus: So finden die Kirchhellener die neue Maskenpflicht

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Deutschlandweit gilt seit Montag (27. April) eine Maskenpflicht. Auch in Kirchhellen muss man sich nun an diesen Anblick gewöhnen. Die Vorschrift trifft aber auf viel Verständnis.

Kirchhellen

, 28.04.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

In Supermärkten, Bussen oder Arztpraxen gilt seit dieser Woche die Pflicht, Mund und Nase zu bedecken. „Wir haben hier keine Probleme erlebt bei der Umsetzung der neuen Vorschrift“, sagt Kathrin Gödecke vom Rewe-Markt an der Schulze-Delitzsch-Straße. Die Kunden hätten sich am ersten Tag an die Maskenpflicht gehalten und hätten Verständnis dafür.

„Man sieht ja noch freundliche Augen“

So wie Thomas Spieß aus Kirchhellen, der am Dienstagmorgen im Rewe-Markt seinen Einkauf mit Maske erledigte. „Der Anblick ist zwar etwas befremdlich, aber man sieht ja noch freundliche Augen“, sagt er. „Ich halte die Pflicht aber für absolut richtig.“

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Kontrolliert wird die Maskenpflicht durch das Ordnungsamt der Stadt Bottrop. „Zunächst werden die Menschen ermahnt, falls sie keine Maske im öffentlichen Raum tragen“, sagt Thorsten Albrecht von der Pressestelle der Stadt. „Sollten sie sich trotzdem weigern, eine Maske zu tragen, kann das Ordnungsamt auch Bußgelder verhängen.“ Dies sei am ersten Tag der Pflicht allerdings noch nicht der Fall gewesen. „Die Leute halten sich weitgehend daran“, so Albrecht.

Das sagen die Kirchhellener

Die meisten Kirchhellener halten die neu eingeführte Vorschrift für richtig. „Besonders zum Schutz von Risikogruppen finde ich das sinnvoll“, sagt Marcel Königshausen. „Außerdem leisten wir damit alle einen wesentlichen Beitrag, um die Anzahl an Neuinfektionen zu verringern.“

Auch Kurt Guske, der mit 76 Jahren selbst zur Risikogruppe gehört, befürwortet die neue Regelung. „Ich finde das in Ordnung mit der Maskenpflicht und trage selbst schon seit vier Wochen eine“, so der Rentner.

Lars Hansen vom Polsterteam in Grafenwald sagt: „Ich finde die Maskenpflicht gut. Die Ansteckung kann so verlangsamt werden. Ich habe in meinem Betrieb zwar nicht so viel Laufkundschaft, aber Sicherheit geht vor. Desinfektionsmittel steht bei mir auch immer bereit.“

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Etwas kritischer sieht Tina Ellekotten die neu eingeführte Maskenpflicht. „Ich finde, die hätten das schon vor sechs Wochen machen sollen zusammen mit einer Ausgangssperre“, so die Wöllerin. „Zum jetzigen Zeitpunkt halte ich es ehrlich gesagt für überflüssig.“

Skeptisch gegenüber der Maskenpflicht

Auch Carina Köthe steht der Pflicht skeptisch gegenüber: „Es sollte eine freiwillige Entscheidung bleiben. Durch das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung wird eine falsche Art von Sicherheit übermittelt. Die Leute halten weniger Abstand, fassen sich regelmäßig ins Gesicht und die richtige Handhabung ist auch nicht jedem bekannt. Der Sicherheitsabstand sowie die Hygienemaßnahmen reichen meiner Meinung nach völlig aus.“

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