Das denken die Kirchhellener Fußballtrainer über die Zwangspause

mlzCoronavirus

Der Amateurfußball muss im November aufgrund des Coronavirus pausieren. Die Kirchhellener Fußballtrainer finden das zwar schade, begrüßen bis auf eine Ausnahme aber die Maßnahmen.

von Alexander Große-Beck

Kirchhellen

, 06.11.2020, 08:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im Amateurfußball ruht aufgrund des beschlossenen „Lockdown-Lights“ erneut der Ball. Wir haben mit den Kirchhellener Trainern über ihre Meinung zu den Maßnahmen gesprochen und darüber, was sie für den Amateursport bedeuten.

Marc Wischerhoff, Trainer VfB Kirchhellen:

„Aus sportlicher Sicht ist es gerade für uns schade, weil wir in einer sehr guten Verfassung waren, aber medizinisch und gesundheitlich absolut nachvollziehbar. Wir waren selbst mit der gesamten Mannschaft in Quarantäne und haben uns Gedanken darüber gemacht, ob das nochmal passieren wird. Die Wahrscheinlichkeit ist im Freizeitsport recht groß, da jeder irgendwo arbeitet und auch andere familiäre Kontakte pflegt. Ob man sich das dann nochmal leisten kann, erneut in Quarantäne zu gehen, muss man dann mit seiner Arbeit und auch der Familie abwägen. Daher haben mir auch Spieler gesagt, dass sie sich das nicht nochmal erlauben könnten. Deshalb finde ich gut, dass der Verband die Entscheidung jedes einzelnen abgenommen hat, was für mich auch der einzig richtige Weg ist. Wir halten uns aktuell mit Laufeinheiten und Krafteinheiten fit, ich sehe uns allerdings im Dezember noch nicht wieder auf dem Platz. Ich hoffe, dass wir dann im neuen Jahr wieder starten können, und da freut man sich dann wieder umso mehr drauf.“

Jetzt lesen

Sven Koutcky, Trainer VfL Grafenwald:

„Ich halte den Lockdown für richtig, gerade wenn man sieht wie stark die Fallzahlen wieder steigen. Auf der anderen Seite ist es schade für uns, weil wir gut in Fahrt waren und die Mannschaft sich gefunden hat und als Team zusammengewachsen ist. Ich hoffe, dass das Trainingsprogramm, was ich den Jungs ans Herz gelegt habe, in der freien Zeit jetzt verinnerlicht wird, damit wir nach der Pause alle fit sind und nicht wieder von Null anfangen müssen. Aktuell müssen wir mit der Situation leben und versuchen, das Beste daraus zu machen. Das wichtigste ist, dass wir alle gesund bleiben und auch gesund wieder auf den Platz zurückkehren. Und dass es dann bald hoffentlich wieder normal läuft.“

Sebastian Dietz, Trainer VfB Kirchhellen II

„Ich halte den Lockdown für absolut richtig, da wir in Kirchhellen bereits zwei von vier Senioren-Mannschaften in Quarantäne hatten, weil ein Spieler positiv auf Corona getestet wurde. Deshalb ist es in Hinblick auf die Zahlen, die immer weiter steigen, der vollkommen richtige Schritt. Ich finde es von den Verbänden und der Stadt nicht verantwortlich, dass wir solange entscheiden mussten, ob wir weiterspielen, und sie solange gewartet haben, bis dann der Amateursport eingestellt worden ist. Wir haben einige Familienväter und Selbstständige, die sich einen Ausfall in der Quarantäne nicht leisten können. Wir haben das Training dann eingestellt, weil die Platzanlage gesperrt ist. Ich hoffe, dass das Ganze innerhalb von einem Monat beziehungsweise Ende des Monats dann wieder gegessen ist und wir wieder ganz normal trainieren können. Die Zeit bis zur Winterpause wird dementsprechend knapp, und ich weiß auch nicht, ob das Wetter dann mitspielt, sodass wir wieder einsteigen können.“

Sascha Wolf, Trainer TSV Feldhausen:

„Ich halte von dem Lockdown-light nicht viel, der Amateursport leidet sehr darunter. Die Bundesliga darf spielen und der Amateurfußball nicht. Frisöre dürfen offenbleiben, Restaurants müssen schließen. Mir fehlen zur gesamten Thematik die Worte. Wenn wir wieder trainieren dürfen, werden wir mit dem Training starten. Im Moment ist alles gesperrt, weshalb wir auf dem Platz keine Tätigkeiten ausüben dürfen. Wenn wir wieder spielen dürfen, wollen wir eine gute Saison spielen und Spaß am Fußball haben. Auch möchten wir Zuwachs bekommen und eine gute Mannschaft für die neue Saison auf die Beine stellen.“

Lesen Sie jetzt