Das Gerüst ist weg: In St. Johannes geht der Umbau gut voran

mlzKirchen-Renovierung

Frisch gestrichen ist sie schon. Jetzt bekommt die Johanneskirche auch noch eine neue Beleuchtung und einen neuen Boden. Und eine überraschende Wiederentdeckung aus alten Zeiten.

Kirchhellen

, 16.11.2020, 14:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Pfarrer Christoph Potowski ist zuversichtlich: „Wir sind gut im Zeitplan“, sagt er. Er ist optimistisch, dass die aufwendigen Renovierungsarbeiten in der St.-Johannes-Kirche bis zum Frühjahr wie geplant abgeschlossen werden können. In den vergangenen Monaten wurde das gesamte Kirchenschiff verputzt und neu gestrichen. Nun wird das große Stahlgerüst wieder abgebaut.

Seit Mai ist die Johanneskirche in der Ortsmitte für die Öffentlichkeit geschlossen. In den vergangenen Monaten beherrschte ein 40 Tonnen schweres Stahlgerüst den Innenraum des Gotteshauses, um Reinigungs- und Putzarbeiten an der Decke sowie das Verlegen von Elektroleitungen möglich zu machen. Über die Jahre hatte sich viel Schmutz an den Wänden abgesetzt, und es hatten sich Löcher und Risse gebildet. Nach dem Verputzen wurden die Wände gestrichen.

20 Jahre nach dem letzten Anstrich musste mal wieder was geschehen

Ihren letzten Anstrich hat die Johanneskirche vor etwa 20 Jahren bekommen. Eine Renovierung dieser Größenordnung fand allerdings zuletzt 1983 statt.

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Während der Renovierungsarbeiten wurde in der Kreuzwegkapelle (der Bereich, in dem zu Weihnachten immer die Krippe steht) eine verborgene Nische hinter einer Wand entdeckt. Früher stand hier ein Altar. „Die blauen Streifen an der Wand sind noch aus dem Jahr 1925, als die Kirche fertiggestellt wurde“, erklärt Christoph Potowski. Irgendwann wurde diese Nische jedoch zugemauert. Bei der jetzigen Renovierung wurde sie wieder freigelegt und so soll es auch bleiben. „Wir haben dahinter aber nichts Spannendes entdeckt. Keine Mumie des ersten Brezelkönigs oder ähnliches“, sagt Christoph Potowski lachend.

Elektrik, Beleuchtung und ein neuer Boden sind die nächsten Schritte

Auch der Fenster haben sich Handwerker angenommen: Die Fenster werden zunächst gereinigt, bevor außen ein sogenanntes Goetheglas vorgesetzt wird, ein typisches Glas für die Restaurierung historischer Fenster.

In den nächsten Wochen wird weitere Elektrik verlegt. Die Kirche bekommt zum Beispiel eine komplett neue Beleuchtung sowie zwei Beamer. Anschließend wird noch ein neuer Boden verlegt. Solange die Renovierungsarbeiten noch andauern, finden die Gottesdienste der Gemeinde in Grafenwald oder werktags im Pfarrheim statt.

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