Deponie wird untersucht

Neue Bohrungen

Zwar ist längst Gras und Strauchwerk über die Sache gewachsen – doch damit will sich Willi Urban nicht abfinden: Der Bezirksvertreter der ÖDP setzt sich seit fast zehn Jahren dafür ein, dass die ehemalige Gemeindedeponie am Flugplatz Schwarze Heide auf ihre Auswirkungen auf das Grundwasser untersucht wird.

KIRCHHELLEN

von Von Berthold Fehmer

, 03.11.2012, 15:02 Uhr / Lesedauer: 1 min
Seit vielen Jahren kämpft Bezirksvertreter Willi Urban (ÖDP) dafür, dass die Deponien rund um den Flugplatz Schwarze Heide untersucht werden. In dieser Woche wurde wieder gebohrt.

Seit vielen Jahren kämpft Bezirksvertreter Willi Urban (ÖDP) dafür, dass die Deponien rund um den Flugplatz Schwarze Heide untersucht werden. In dieser Woche wurde wieder gebohrt.

Er fürchtet, dass belastetes Deponiesickerwasser ins Grundwasser gelangen könnte, zumal derzeit an der naheliegenden Sandgrube Pumpen aktiv sind. Die Proben, die bei den neuesten Bohrungen, die von der Stadt Bottrop in Nähe des Trinkwasserschutzgebiets veranlasst wurden, aus dem Erdreich gezogen wurden, müssen nun analysiert werden. 2009 ergaben die ersten Bohrungen, „dass eine Grundwassergefährdung grundsätzlich zu erwarten ist, jedoch nach gegebener Sachlage nicht als hoch einzustufen ist, da infolge der benachbarten Sümpfung der Grundwasserkontakt unterbrochen ist.“ So die Bewertung der Verwaltung.

Doch eine abschließende Einschätzung über die Gefährdungslage wollte man 2009 nicht abgeben: „Hierzu sind im Hinblick auf den Wirkungspfad Boden-Grundwasser hinreichend belastbare Aussagen zum Aufbau und zur räumlichen Ausdehnung des Deponiekörpers sowie zum Schadstoffinhalt und zur Schadstofffracht erforderlich.“ Urban hofft, dass auch andere belastete Flächen im Umkreis des Flugplatzes möglichst bald untersucht werden können.

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