Der nächste Pfarrer verlässt die St. Johannes-Gemeinde Kirchhellen in Richtung Niederrhein

mlzPfarrer-Abschied

Pfarrer Klaus Klein-Schmeink (48) verlässt die Pfarrei St. Johannes der Täufer in Kirchhellen. Über die Entscheidung des Bistums ist der Geistliche überhaupt nicht glücklich.

Kirchhellen

, 17.02.2019, 13:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit Pfarrer Klaus Klein-Schmeink verlässt zum 1. September der nächste Geistliche die Pfarrei St. Johannes der Täufer in Kirchhellen. Diese Erklärung gab das Bistum Münster am Sonntag (17. Februar) in einer Pressemittelung ab.

Der Geistliche wechselt nach 13-jähriger Tätigkeit in das Priesterteam der Pfarrei St. Antonius in Kevelaer. Die Ernennung zum Pastor mit dem Titel Pfarrer ist für den 6. Oktober in Kevelaer vorgesehen. Erst Anfang des Monats hatte Pastor Manfred Stücker die Gemeinde Richtung Wachtendonk verlassen.

Klaus Klein-Schmeink hatte am Wochenende selbst in einem offenen Brief an die Gemeinde die Hintergründe des Abschieds erklärt. „Ich weiß, dass nicht alle die Entscheidung des Bischofs verstehen oder gutheißen“, sagte er. „Ich selber bin auch nicht glücklich darüber.“

„Fühle mich hier wohl“

Nach seinen Angaben hat Klaus Klein-Schmeink dem Bistum angeboten, für weitere vier Jahre in St. Johannes bis zu seinem Silbernen Priesterjubiläum zu bleiben. „Weil ich in der jetzigen Situation eine personelle Kontinuität für wichtig erachte, abgesehen davon, dass ich mich hier wohlfühle.“

Dieses Angebot habe er mit dem Wunsch verbunden, dass Priester oder Pastoralreferent dann zu seiner Unterstützung nach Kirchhellen, Grafenwald und Feldhausen kommen müsse. „Der Personalchef eröffnete mir dann, dass der Bischof einen Schnitt setzen wolle und ein ganz neues Seelsorgeteam für St. Johannes d. T. vorsehe“, so Klaus Klein-Schmeink. „Darüber habe ich den Pfarreirat und den Kirchenvorstand informiert.“ Der Personalchef habe anschließend ein Treffen mit beiden Gremien verabredet, um die Vorstellungen des Bistums zu erläutern.

Vorsitzender des Kirchenvorstands

„Ich weiß, dass Personen, Gruppen und Verbände aus unserer Pfarrei und unserem Dorf sich bei den Gremien für meinen Verbleib stark gemacht haben“, so der Geistliche, der mit der Verabschiedung von Pastor Stücker seitens des Bistums zum Pfarrverwalter und auch zum Vorsitzenden des Kirchenvorstandes ernannt worden.

Das Bistum sei aber seiner Haltung geblieben und habe versprochen, „eine gute Nachfolgeregelung in Abstimmung mit den Gremien zu finden“. In der Pressemitteilung erklärt das Bistum, dass die Stelle wieder besetzt werde. „Pater Periya – über dessen Zukunft das Bistum und sein Orden verabredungsgemäß in diesem Jahr noch verhandeln werden – und ich wollen in dieser Situation nach Kräften alles tun, um die Seelsorge in unserer Pfarrei aufrechtzuerhalten“, schreibt Klaus Klein-Schmeink.

Gottesdienstordnung bleibt bestehen

Die Gottesdienstordnung bleibt bestehen. „Die Patres vom Jugend-Kloster haben dankenswerter Weise ihre Hilfe zugesagt. Zudem versuche ich mit den Gremien und den Mitarbeitern alles so zu ordnen, dass der Übergang zu einem neuen Seelsorgeteam so reibungslos wie möglich verlaufen kann.“

Klein-Schmeink kommt gebürtig aus Bocholt und wurde am 31. Mai 1998 in Münster zum Priester geweiht. Nach Stationen in Vechta als Diakon, Gescher und Gronau-Epe als Kaplan studierte er von 2002 bis 2005 in Rom und übernahm zur Aushilfe Aufgaben als Seelsorger am Prosper-Hospital und am Knappschaftskrankenhaus in Recklinghausen. 2005 wechselte der heute 48-Jährige als Pfarrer in das Team von St. Johannes der Täufer in Kirchhellen.

Die Fusion begleitet

In dieser Zeit begleitete er die zum 1. Januar 2007 erfolgte Fusion von St. Johannes d.T. mit der Grafenwälder Gemeinde Heilige Familie und der Feldhausener Gemeinde St. Mariä Himmelfahrt.

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