Darum fuhren Busse durch den Kuhstall vom Hof Steinmann

Ausflug

Ein Linienbus im Kuhstall. Was war denn am Mittwoch auf dem Hof Steinmann los?

Kirchhellen

, 22.08.2019, 16:50 Uhr / Lesedauer: 2 min
Darum fuhren Busse durch den Kuhstall vom Hof Steinmann

Da schauten die Kühe vom Hof Steinmann nicht schlecht, als große Busse durch ihren Stall fuhren. © Julian Schäpertöns

Wo vor einigen Jahren noch Felder und Wiesen waren, stehen heute Familienhäuser. Kirchhellen hat eine neue Schule bekommen. Aus einem Ascheplatz wurde ein Kunstrasenplatz. Ein Jugendhaus wird gebaut und Straßen werden aufwendig saniert. Das Dorf verändert sich. Bei der Seniorenfahrt vom Verein „Natürlich Kirchhellen“ gingen fast 300 Menschen am Mittwochnachmittag (21. August) auf Entdeckungstour.

Fahrt wird alle drei Jahre angeboten

Vor allem Senioren und Menschen mit Behinderungen schaffen es oft nicht, dorthin zu gelangen, wo Veränderungen stattfinden. Darum organisiert der Verein „Natürlich Kirchhellen“ seit 2013 alle drei Jahre Bustouren durchs Dorf, bei denen alteingesessene Kirchhellener die Fahrgäste mit Dönekes und Geschichten unterhalten.

Am Mittwochnachmittag rollte eine Kolonne aus sieben Bussen vom Brauhaus los, um bei einer zweistündigen Fahrt verschiedene Orte anzufahren. „Hoffentlich können wir Ihnen etwas zeigen, dass sie noch nicht gesehen haben“, begrüßte Ferdi Butenweg die Gäste zu Beginn. Zusammen mit Franz Schulte-Kellinghaus war er der Reisebegleiter im Bus, der vorausfuhr.

Vorbei ging es zunächst an der neuen Jugendeinrichtung an der Hackfurthstraße, durch die Hohe Heide Siedlung und dann auf der Schneiderstraße, die jetzt nach vielen Jahren des Wartens ausgebaut wird, nach Grafenwald. Hier konnten weitere Menschen zusteigen.

Neues entsteht und Altes verschwindet

Die Gäste erlebten nicht nur, dass viel Neues in Kirchhellen dazu gekommen ist, sondern das anderes auch mittlerweile verschwunden war. Einige ehemalige Gaststätten, wie der „Weiße Igel“ oder die „Sportklause“, die auf dem Weg lagen, gibt es heute nicht mehr. Vorbei ging es auch an dem Waldstück am Sensenfeld, wo ein Sturm vor zwei Jahren große Schäden angerichtet hatte. 4.000 Quadratmeter Fläche wurde hier neu aufgeforstet.

Nachdem es am neuen Kunstrasenplatz des VfB Kirchhellen vorbei ging, wurde gezeigt, wo die neue Sekundarschule errichtet wurde. Dafür ging es mit den Bussen über den Schulhof. Einen weiteren Höhepunkt erwartete die Gäste auf dem Hof Steinmann. Hier ging es mit dem Bus direkt durch den Kuhstall und es wurde erzählt, wie moderne Landwirtschaft heute funktioniert.

Durch Kuhstall und Neubaugebiet

Vorbei an verschiedenen Höfen und Feldern ging es nach Feldhausen. Es folgte die Fahrt durch das hiesige Neubaugebiet sowie anschließend durch den Tappenhof und dem Schultenkamp. Manch ein Mitfahrer hatte diese neuen Orte im Dorf noch nie zuvor gesehen und wunderte sich, ob man denn immer noch in Kirchhellen sei. „Doch trotz der vielen neuen Wohngebiete ist die Einwohnerzahl nicht groß gestiegen“, berichtete Ferdi Butenweg.

Nach zwei Stunden erreichten die Busse wieder das Brauhaus. Anschließend ging es für die 300 Senioren in den gemütlichen zweiten Teil des Tages mit Kaffee und Kuchen. In drei Jahren soll dann die nächste Seniorenfahrt stattfinden. Wer weiß, was sich bis dahin alles verändert hat…

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