Die Kettensäge "schnitzt" Sterne

Weihnachtsmarkt

Buntes Treiben herrschte am Sonntag auf dem Heidhof beim Weihnachtsmarkt unter dem Motto "Wild und Weihnachten". An zahlreichen Ständen konnte bestaunt werden, was sich aus Naturprodukten so alles zaubern lässt. Ein Adler kreischte, das Feuer prasselte, der Suppentopf dampfte. Der Geruch von Holz, Gegrilltem und Glühwein hing in der Luft.

Kirchhellen

, 11.12.2016, 17:53 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Kettensäge kreischte, denn diese eignet sich nicht nur für die Waldarbeit, sondern auch zum Schnitzen von Weihnachtsdeko. So entstanden direkt vor den Augen der Besucher des Weihnachtsmarktes Sterne und Tannenbäume aus Holz.

Katrin Bornemann verkaufte zusammen mit ihrer Mutter selbst gemachte Häkeltiere. Dinos, Schildkröten, Giraffen oder Zebras warteten nur darauf, gekauft, eingepackt und unter den Weihnachtsbaum gelegt zu werden. Gegenüber gab es geflochtene Körbe und um die Ecke wurden gedrechselte Holzfiguren, Krippen, Futterhäuschen und Nistkästen angeboten. Auch konnten die Besucher hier traditionelles Handwerk bestaunen. Es wurde geschmiedet und Wolle gesponnen.

Wild und Weihnacht

Bei "Wild und Weihnacht" ging es aber auch darum, die Arbeit im Wald einem breiten Publikum zu präsentieren. Falkner Wolfgang Rohberg trug seinen Habichtsadler, der eigentlich im warmen Südspanien zuhause ist, auf dem Arm: "Fliegen lassen können wir den hier aber nicht. Die sind auf die Jagd abgerichtet." Trotzdem war es für viele beeindruckend, einen Jagdvogel mal aus nächster Nähe zu sehen.

Bei Jürgen Welbers waren dann nicht ganz so lebendige Tiere ausgestellt. "Wir wollen mit unserer Rollenden Waldschule voller ausgestopfter Tiere den Leuten mal zeigen, was in einer Großstadt alles für Tiere leben", erklärte er. Nur sein Frettchen Liselotte erfreute sich noch bester Gesundheit und durfte von Kindern auch mal gestreichelt werden. Ganz weiches Fell hatte sie. Eine Besucherin war dennoch etwas enttäuscht: "Ich bin vor allem wegen des Wildfleischs gekommen und das war um 13 Uhr schon ausverkauft." Tatsächlich kannten auch die Veranstalter, die Förster des Regionalverbandes Ruhr (RVR), das Problem.

Viel Wert auf Nachhaltigkeit

"In den vergangenen Jahren ist es oft ähnlich gelaufen, aber wir legen Wert auf Nachhaltigkeit in unseren Wäldern. Wir können nur so viel Wild jagen, wie es die Natur auch verkraftet", sagte Förster Volker Adamiak. Vor einer Woche waren die Jäger auf großer Jagd in den Wäldern der Kirchhellener Heide und der Üfter Mark, um frisches Wild aus der Region anbieten zu können. Bei so vielen Besuchern und 34 Ständen war der Tag für den Förster ein voller Erfolg: "Viele Besucher kaufen hier schon ihren Weihnachtsbraten oder nehmen Würstchen und Schinken als Geschenk mit nach Hause. Die meisten wirkten sehr zufrieden."

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