„Die Three“ aus Kirchhellen sind Sechstklässler und Heavy-Metal-Musiker

mlzDie Three

Paul, Ben, Tom und Philip machen zusammen Musik. Aber nicht etwa das bekannte Gedudel der Pop-Songs aus den Charts. Die Sechstklässler machen Heavy Metal.

Kirchhellen

, 17.02.2019, 13:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Irgendwann wollen sie berühmt werden. Das ist für die Musiker der Band „Die Three“ klar. Die vier Jungs im Alter von elf und zwölf Jahren machen seit fast drei Jahren zusammen Musik. Wenn sie sich samstags zum Proben treffen, wird es laut. Die vier machen Heavy Metal.

Gegründet hat sich die Band in der dritten Klasse. „Da waren wir noch zu dritt, Tom ist erst ein bisschen später dazu gekommen“, erklärt Schlagzeuger Bent den eher ungewöhnlichen Namen für eine vierköpfige Band.

AC/DC, Slipknot und Metallica sind die Vorbilder

„Am Anfang haben wir Rock-Musik gemacht. Aber weil wir alle so gerne Heavy Metal hören, sind wir irgendwann darauf umgeschwungen“, berichten die vier Musiker. Mittlerweile machen Paul Friedrich (E-Bass), Bent Spangardt (Schlagzeug), Tom Placzek (E-Gitarre) und Philip Meisterjahn (Gesang und E-Gitarre) Metal wie ihre Vorbilder AC/DC, Slipknot und Metallica.

Doch die Musiker covern nicht nur die Songs ihrer großen Helden. Auch eigene Titel haben sie schon geschrieben. „No Idea“, „Rockin´ Trek“ und „Monster in Death“ heißen die Songs, die direkt aus der Feder der vier Ausnahmetalente kommen. Für Proben, Songs schreiben und neue Cover üben treffen sich die Jungs jeden Samstag für drei Stunden im Probenraum von Schlagzeuger Bent. Doch nicht nur dort sind die Cover und eigenen Songs der Band bereits zum Einsatz gekommen.

School Jam war der erste richtige Auftritt

Ihre ersten Auftritte vor größerem Publikum hatten die Jungs beim „Ich kann was“-Abend des Vestischen Gymnasiums. „Da sind wir schon zweimal aufgetreten. Aber da kannten wir ja viele. Das School Jam war der erste richtige Auftritt“, berichtet Schlagzeuger Bent.

School Jam, das ist ein bundesweiter Contest für Schulbands, an dem die Jungs im Januar teilgenommen haben. Gegen Konkurrenten, die alle um einiges älter waren als die Kirchhellener und Grafenwälder, setzten sie sich durch bis in das Regio-Finale in Bochum. Dort spielten sie gegen neun andere Bands um den Einzug in das bundesweite Finale.

Die erste eigene Schallplatte

Auch wenn sie im Regio-Finale scheiterten, waren die Musiker mächtig stolz auf ihre Leistung. „Das war total cool. Die anderen waren ja auch alle viel älter als wir. Nächstes Jahr wollen wir es auf jeden Fall nochmal probieren“, erzählen sie mit leuchtenden Augen. Um mal zu spüren, wie es sich anfühlen könnte, wenn die jungen Musiker irgendwann einen echten Plattenvertrag in der Tasche haben, ließen sie sich ihre eigene Schallplatte von ihrem Auftritt beim Contest ritzen. „Das ist schon cool, sich selbst so auf Platte zu hören“, sagen die Jungs stolz.

Und wenn es am Ende nicht klappt mit dem großen Traum von der Musik-Karriere? „Dann werden wir eben Fußball-Profis“, erklärt Bent Spangardt mit einem Grinsen, auch wenn nicht alle vier einverstanden sind mit dem Plan B. Doch egal, ob am Ende mit Plattenvertrag oder ohne: Zusammen Musik machen wollen die Jungs, auch als mögliche Fußballprofis, auf jeden Fall.

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