Dirtbike-Strecke: Biker hoffen auf Einigung

GRAFENWALD Der Regionaverband Ruhr (RVR) sucht das Gespräch. Für die Dirtbike-Strecke an der Grafenmühle gibt es eventuell in Zusammenarbeit mit dem Sportverein DJK Adler 07, der Forstbehörde und dem Eigentümer RVR eine Lösung.

von Von Holger Steffe

, 17.03.2009, 19:46 Uhr / Lesedauer: 1 min
Dirtbike-Strecke: Biker hoffen auf Einigung

<p>Gerhard Klesen hatte es als Betriebsleiter des RVR nicht gerade leicht, den Standpunkt des Eigentümers zu vertreten. Steffe</p>

Nicht alle passten in den Versammlungsraum des OT-Grafenwald, den die evangelische Jugend für das Informationsgespräch zur Verfügung gestellt hatte. Bottrops Jugendamtsleiter Martin Notthoff moderierte die Gespräche zwischen jugendlichen Mountain-Bikern, Eltern, Anwohnern, Politikern und Gerhard Klesen.

Klesen, stellvertretender Betriebsleiter des RVR, stellte gegenüber den Anwesenden unmissverständlich die Lage klar. Der Eigentümer eines Waldes, der zweckentfremdet einer anderen Nutzung zugeführt worden ist, sei nach der Wegesicherungspflicht für alle Schäden haftbar, die auch den Bikern in Grafenwald geschehen können.

Geduldetes Verhalten nicht automatisch rechtens Die Anwohner, die das saubere und ordentliche Verhalten der Jugendlichen immer wieder lobten, mussten aber auch einsehen, dass auch über Jahre und Jahrzehnte geduldetes Verhalten nicht automatisch rechtens ist.

Frank Vatter, Leiter der Radsportabteilung des DJK Adler 07 Bottrop, hat nach Rücksprache mit dem Bezirkssportamt das Angebot an den Eigentümer RVR gerichtet, den Dirtbike-Wald als Vereinsstrecke zu übernehmen. Bezirksbürgermeisterin Margot Hülskemper unterstrich den Wunsch der Stadt Bottrop, den Jugendlichen diesen Bereich zu erhalten. Das wurde über alle Parteigrenzen hinweg mit Applaus unterstützt.

Ortstermin

Auch das von den Bikern gemachte Angebot, bei den Maßnahmen mitzuwirken, nahm Gerhard Klesen gerne auf. Gespräche, die in der kommenden Woche in dem Eichenwald an der Grafenmühle stattfinden, sollen eine Lösung herbeiführen. Mit Beteiligung der oberen Forstbehörde, dem Eigentümer RVR und eventuell zwei beteiligten, jugendlichen Bikern und Vertretern der Stadt Bottrop sollte es möglich sein, wünschen es sich die Beteiligten.

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