Ein Dom aus 15.000 Streichhölzern

Geschenk an den Heimatverein

Über 15.000 Streichhölzer, viel Pappe und unzählige Tuben Klebstoff verbaute Johannes Heisterkamp für sein großes Kunstwerk: ein Abbild des St. Paulus-Dom in Münster. Vor 50 Jahren setzte er das letzte Streichholz ein. Am Freitagmorgen (19.9.) wurde es dem Heimatverein übergeben.

19.09.2014, 18:05 Uhr / Lesedauer: 1 min
Niklas und Hilde Heisterkamp, Peter Pawliczek, Pfarrer Manfred Stücker, Franz und Johannes Rommeswinkel, Gunther Kluger und Ferdinand Schmitz präsentierten am Waldpädagogischen Zentrum stolz den Dom-Nachbau von Künstler Johannes Heisterkamp.

Niklas und Hilde Heisterkamp, Peter Pawliczek, Pfarrer Manfred Stücker, Franz und Johannes Rommeswinkel, Gunther Kluger und Ferdinand Schmitz präsentierten am Waldpädagogischen Zentrum stolz den Dom-Nachbau von Künstler Johannes Heisterkamp.

Von dem "verborgenen Schatz" hörte der Vorsitzende des Heimatsverein Peter Pawliczek nur durch Zufall. Sein Interesse war sofort geweckt: "Ich habe direkt an das lebendige Museum gedacht, das in Zukunft im Heimathaus entstehen soll", erklärte er.Produktiver Künstler Die Verbindung zu Hilde Heisterkamp war schnell aufgebaut. Sie verriet ihm aber, dass der Dom gar nicht mehr in ihrem Besitz ist, sondern schon vor vielen Jahren an Franz Rommeswinkel weiter gegeben wurde. Ihr Mann war schließlich ein großer, aber vor allem produktiver Künstler. Insgesamt sechs Werke in stattlicher Größe baute er: "Die konnte ich aus Platzgründen nicht alle behalten", so Hilde Heisterkamp. Also gab sie es an Franz Rommeswinkel weiter, der den Dom auf dem Dachboden unter Plane, von Staub geschützt, aufbewahrte.

Herzstück in der Sammlung

Der detailgetreue Dom-Nachbau ist das Herzstück in der Sammlung von Johannes Heisterkamp, zu dem auch das Münsteraner Rathaus, das alte Kirchhellener Wappen und die Mühle gehören. Dabei war der Bau gar nicht so einfach: "Wir waren zwar oft in Münster, aber gearbeitet hat er nach Fotos und Postkarten", so Hilde Heisterkamp.

Jetzt, 50 Jahre später, ist die Nachbildung zu einem kleinen Schatz geworden. "Der Heimatverein freut sich über solche Stück , aber noch mehr darüber, dass er uns zur Verfügung gestellt wird", sagte Pawliczek. In den nächsten Wochen will der Heimatverein den gut erhaltenen Dom aber noch etwas restaurieren. Dafür steht ihnen Gunther Kugler zur Seite, der die richtigen Tricks kennt, um das empfindliche Gebilde zu restaurieren. Anschließend soll der Dom in den Kirchen und anschließend im Heimathaus ausgestellt werden. "Wir erwarten, dass man den Dom im Winter das erste Mal in der St. Johannes-Kirche begutachten kann", so Pfarrer Manfred Stücker.

 

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