Endlich Sonne: Bauern fahren die Ernte ein

Wetterumschwung

Endlich: Angenehme Temperaturen und strahlender Sonnenschein erinnerten am Montag erstmals wieder daran, dass es eigentlich Sommer ist. Ganz besonders freuen sich die Bauern über diesen Wetterumschwung.

KIRCHHELLEN

von Von Maren Volkmann

, 01.08.2011, 18:32 Uhr / Lesedauer: 1 min
Endlich Sonne: Bauern fahren die Ernte ein

Friedrich Steinmann ist Vorsitzender des Westfälisch-Lippischen Kreisverbands Recklinghausen.

Denn langsam wurde es allerhöchste Zeit, um reifen Weizen und Roggen einzufahren, sagt Friedrich Steinmann, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Recklinghausen. "Wenn der Weizen reif ist und zu viel Regen fällt, fängt das Korn in der Ähre an zu keimen", erklärt der Kirchhellener. Die Konsequenz: Im schlimmsten Fall ist das Getreide nicht mehr verwendbar. Zumindest lässt die Backqualität des Weizens stark nach. "Das ist ein großes Problem", weiß der Kirchhellener.

Ideale Bedingungen

Beim Roggen verhält es sich ähnlich. Hinzu kommt, dass er bei feuchter Witterung dazu neigt, sich hinzulegen. Kommt es dabei zu Bodenkontakt, wird er nur schwerlich wieder trocken.

Mit der gestrigen Rückkehr des Sommers ist allerdings Entwarnung gegeben: "Die Bauern freuen sich und werden heute oder morgen anfangen, Weizen und Roggen zu dreschen", sagt Friedrich Steinmann. Die Bedingungen dafür sind ideal: Die Sonne scheint, und es ist regenfrei.

Grassillagen

Auch auf dem Grünland ist in den nächsten Tagen einiges los: Das Gras ist in den vergangenen Wochen kräftig gewachsen, und die Bauern benötigen Heu als Futter für ihre Rinder und Pferde. Außerdem werden Grassillagen angelegt.

Freuen sich die Bauern nun über die Sonne, konnte ihnen der Regen noch vor ein paar Wochen nicht früh genug kommen: Durch die anhaltende Trockenheit gab es bei der Gerstenernte Ertragseinbußen von 30 Prozent. "Andere Kulturen wie zum Beispiel Kartoffeln wachsen bislang aber ganz gut", so Friedrich Steinmann.

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