Fair Mobil macht aus Klassen am Vestischen Gymnasium Teams

mlzVestisches Gymnasium

Das Fair Mobil machte am 1. und 2. September Station am Vestischen Gymnasium Kirchhellen. Es ging um Teamwork, Vertrauen, aber auch um Mobbing und soziale Medien.

Kirchhellen

, 02.09.2020, 15:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Tilda hat die Augen verbunden und lässt sich von Nils durch einen Parcours führen. Er gibt ihr Anweisungen. „Ein bisschen nach rechts. Stopp! Vorsicht, da kommt ein Tisch, da musst du drüber“, sagt er, während sie sich langsam vortastet. „Das war schon irgendwie komisch, weil man gar nicht wusste, wo man ist. Zum Glück hatte man ja jemanden dabei, der einem gesagt hat, wo es lang geht“, erzählt Tilda, als sie am Ende der Strecke die Augenbinde abnimmt.

„An dieser Station geht es vor allem um Vertrauen“, erklärt Paula Gegusch. Sie ist selbst Schülerin am Vestischen Gymnasium Kirchhellen (VGK), besucht die Q2 und betreute gemeinsam mit anderen Schülern einige Stationen des Fair Mobils. Dieses machte am 1. und 2. September zum wiederholten Mal Halt am Gymnasium. An zehn Stationen ging es für die Fünftklässler der Schule um Zusammenhalt, Teamwork, aber auch um den Umgang mit sozialen Medien und Konflikten in der Klasse.

Fairmobil am Vestischen Gymnasium

Der Umgang mit den eigenen Daten in den sozialen Medien war ebenfalls ein Thema, mit dem sich die Kirchhellener Schüler am Fair Mobil beschäftigt haben. © Manuela Hollstegge

„Die Fünftklässler sind gerade einmal ein paar Wochen an der Schule und kennen sich noch kaum. Durch das Fair Mobil lernen sie, dass sie als Klasse ein Team sind und auch wir Lehrer lernen die Kinder noch einmal ganz anders kennen“, sagt Lehrerin Shareen Kellermann, die gemeinsam mit Sabrina Peinecke das Anti-Mobbing-Projekt an der Schule betreut. Nach jeder Station gibt es eine Feedback-Runde, bei der die Gruppe bespricht, was gut und was schlecht gelaufen ist.

Insgesamt zehn Stationen mussten die Fünftklässler absolvieren. An einer ging es auch darum, wie viel und was man in den Sozialen Medien von sich preisgeben sollte. „Das finde ich ganz wichtig in dem Alter. Viele sind schon jetzt bei WhatsApp, Facebook oder Instagram aktiv, kennen sich aber damit noch gar nicht so aus“, so Paula Gegusch.

Einige Stationen, die in den vergangenen Jahren am VGK aufgebaut wurden, konnte das Team des Fair Mobils in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie nicht anbieten. „Wir haben zum Glück eine große Auswahl an Stationen und haben uns die rausgesucht, die aktuell machbar sind“, erklärt Hardy Jackson vom Fair Mobil. Bis auf zwei fanden beispielsweise alle Aufgaben draußen auf dem Schulhof statt.

Klassen sollen lernen, interne Konflikte zu lösen

Viele Stationen hatten zum Ziel, die Klasse als Team zu stärken und vielleicht auch mal Kinder zusammenzubringen, die ansonsten nichts miteinander zu tun haben. „Es werden aber auch ernstere Themen wie Mobbing beziehungsweise Konflikte in der Klasse angesprochen und ein Klassenkompass mit Lösungsstrategien und Zielen der Klasse erstellt“, so Jackson

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