Die Bürgerinitiative Feuerwache Kirchhellen kritisiert die Aussagen von Bezirksbürgermeister Ludger Schnieder. © Petra Berkenbusch (A)
Feuerwehr

Feuerwache: Initiative kritisiert Äußerungen des Bezirksbürgermeisters

Der Kirchhellener Bürgerinitiative Feuerwache stoßen Aussagen des Bezirksbürgermeisters Ludger Schnieder sauer auf. Die Mitglieder fordern erneut die Prüfung anderer Standorte für die Wache.

In der Kirchhellener Bürgerinitiative Feuerwache regt sich Widerstand gegen Aussagen, die Bezirksbürgermeister Ludger Schnieder in einem Interview der Dorstener Zeitung getätigt hat. Die Mitglieder werfen ihm vor, die Argumente der Initiative nicht korrekt aufgegriffen zu haben.

„Offensichtlich sind dem Bezirksbürgermeister die zahlreichen ausführlichen Einwendungen Kirchhellener Bürger an die Stadt Bottrop zur Änderung Nr. 14 des Flächennutzungsplans nicht bekannt“, schreibt Monika Stratmann, Sprecherin der Initiative, in einer Stellungnahme. Ihr ist es wichtig, noch einmal zu betonen, dass der Neubau der Kirchhellener Feuerwache grundsätzlich „ausdrücklich begrüßt werde“.

Dennoch habe man Vorbehalte gegenüber dem aktuell favorisierten Standort im Bereich In der Koppel/Rentforter Straße, die über die bloße Angst vor Lärmbelästigung und dem möglichen Ausbau der Straße „In der Koppel“ hinausgehen würden. Diese beiden Argumente hatte Schnieder im Interview angeführt und versucht zu entkräften.

Neben der oft kritisierten mangelnden Beteiligung der betroffenen Anwohner und der fehlenden Transparenz wirft die Initiative der Stadt vor, den falschen Standort gewählt zu haben. So fordert sie Verwaltung und Politik erneut dazu auf, „einen umwelt- und lebensverträglichen Standort zu wählen.“ Als Argumente führen die Mitglieder unter anderem den Klimaschutz an. „Es handelt sich hier (am favorisierten Standort; Anm. d. Redaktion) um die einzig vorhandene Frischluftschneise in Kirchhellen.“ Zudem verweist die Initiative auf die dort lebenden Kiebitze.

Kirchhellener Initiative hält andere Standorte für geeigneter

Der Stadt werfen die Mitglieder eine „interessengesteuerte Beurteilung“ der verschiedenen Standortmöglichkeiten vor. Der aktuell favorisierte Standort würde nach kompletter Fertigstellung des Neubaugebietes Schultenkamp sowie der angedachten Wohnbebauung bis zur Bottroper Straße „in einem reinen Wohngebiet liegen“. Planungstechnisch gehöre die Wache als Lkw-Betrieb in einen gewerblich-industriellen Bereich. Andere geprüfte Standorte lägen außerhalb von Wohngegenden und seien daher besser geeignet.

Im Oktober vergangenen Jahres hatte die Stadt Bottrop die Kritik der Anwohner entschieden zurückgewiesen. Der Erste Beigeordnete Paul Ketzer hatte damals betont, dass das Projekt „immer noch scheitern könnte“. Jedoch – das hatte vor allem Planungsamtschefin Christa Kleinheins betont – müsse man sowohl das Grundstück besitzen, als auch einen Aufstellungsbeschluss fassen, um überhaupt Gutachten und weitere Planungen durchführen zu können.

Stadt Bottrop verweist auf geplanten Grundstückstausch

Die Bedenken der Bürger nehme man ernst, aber die meisten Probleme seien lösbar, hatte der Technische Beigeordnete Klaus Müller erklärt. Dabei verwies er unter anderem auf den geplanten Grundstückstausch sowie Gespräche mit Straßen.NRW, die die Ausfahrt der Wache direkt an die Rentforter Straße rücken lassen könnten.

Über die Autorin
Redaktion Dorsten
Ich bin gebürtige Dorstenerin, lebe und arbeite hier. Dorsten und vor allem die Menschen der Stadt liegen mir sehr am Herzen. Wichtig sind mir jedoch auch die Kirchhellener. Seit mehreren Jahren darf ich über den kleinen Ort berichten und fühle mich daher sehr mit dem Dorf verbunden. Menschen und ihre Geschichten, Bildung und Erziehung – das sind Themen, die mir wichtig sind. Und das liegt nicht nur daran, dass ich zweifache Mutter bin.
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Manuela Hollstegge

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