Florian Otto unterstützt Lehrer an der Sekundarschule

Bundesfreiwilligendienst

Auf der faulen Haut liegen und ausschlafen, bis seine Ausbildung zum Mechatroniker in der Industrie beginnt? Das kam für Florian Otto nicht infrage. Stattdessen schnuppert der 19-Jährige lieber noch einmal in einen ganz anderen Beruf hinein. Seit März arbeitet er als "Bufdi" in der Sekundarschule Kirchhellen. Und ist ab 7.30 Uhr täglich für die Kinder da.

KIRCHHELLEN

, 13.04.2016, 16:13 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bufdi Florian Otto ist in den kleinen Pausen und in der Mittagspause für den Spaß in der Schule zuständig. Die Schüler spielen gerne mit ihm Brettspiele und kickern eine Runde.

Bufdi Florian Otto ist in den kleinen Pausen und in der Mittagspause für den Spaß in der Schule zuständig. Die Schüler spielen gerne mit ihm Brettspiele und kickern eine Runde.

"Da kann ich mich schon einmal an das frühe Aufstehen gewöhnen. Während der Ausbildung werde ich auch nicht ausschlafen können", sagt der Bottroper lachend. Er macht seinen Job an der Gregorstraße gerne, auch wenn der so gar nichts mit seinem Berufswunsch zu tun hat. Nach dem Abitur begann Florian Otto zunächst ein Ingenieurstudium, bewarb sich aber in seinen ersten Semesterferien für eine Ausbildung. "Ich wollte erst einmal praktische Erfahrungen sammeln und außerdem hat man nach einer Ausbildung schon einmal was in der Hand und man verdient Geld", sagt er.

Spielzeug verteilen und Kickern

Etwas Geld bekommt er auch im Bundesfreiwilligendienst, der bis zum Start seiner Ausbildung im August dieses Jahres dauert. Aber das ist nicht seine Hauptmotivation. "Ich wollte einfach noch was anderes ausprobieren." Die Schüler haben ihm den Start leicht gemacht. "Sie haben sich vom ersten Tag an gefreut, dass ich da bin." Diese Freude ist in den vergangenen Wochen wohl noch mehr gewachsen. Denn Florian Otto ist in den kleinen Pausen und der langen Mittagspause für den Spaß im Spieleraum der Schule zuständig. Er händigt den Kindern Spiele aus, macht aber auch mit, zum Beispiel beim Kickern. Florian Otto kann aber auch streng sein, wenn sich jemand nicht benimmt. "Zwei Mädchen haben diese Woche hier Raumverbot." Da bleibt er auch hart und lässt sich nicht von Entschuldigungen erweichen.

Schüler in der Inklusionsklasse unterstützen

Den Unterricht verbringt der beliebte Bufdi in der Inklusionsklasse. Dort hilft er den Kindern, die besondere Unterstützung brauchen, bei den Aufgaben. Fachlich kommt er nicht an seine Grenzen, aber ab und an menschlich. "Wenn ich dreimal was erkläre und es dann noch nicht verstanden ist, ist das schwierig", gibt er zu. Aber dann gibt es ja noch die Lehrer, die ihm und den Schülern helfen. Schulleiter Stefan Völlmert ist sehr zufrieden mit dem ersten Bufdi an der Sekundarschule. "Er macht seine Aufgabe wirklich gut." Das finden auch die Schüler: "Die Mittagspause mit Herrn Otto hat mir gut gefallen", hat Florian Otto schon im Wochenrückblick der Schüler gehört.

 

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