Fördergelder für die Container-OGS in Kirchhellen gehen erstmal an andere OGS-Projekte

mlzPersonalmangel

Geplant war alles irgendwie ganz anders. Eigentlich sollte der schief stehende OGS-Container der Gregorschule bald umgebaut werden. Aber das wird so schnell doch nichts.

Kirchhellen

, 07.01.2020, 10:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eigentlich sollte es bald losgehen mit dem Umbau des schiefen OGS-Containers der Gregorschule in Kirchhellen. Dafür wurden Fördermittel aus dem Projekt „Gute Schule 2020“ bereitgestellt.

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Doch der schiefe Container bleibt vorerst. Erst hieß es, dass die Gregorschule auf der Prioritätenliste der Stadt nicht ganz oben stehe, dann entdeckte man, dass die Schule ja bereits für das Programm „Gute Schule 2020“ angemeldet gewesen sei.

Daraufhin wurde eine schnelle Umsetzung innerhalb der kommenden zwei Jahre vom Leiter des Fachbereichs Schule und Jugend der Stadt Bottrop, Karl Trimborn, versichert.

Personalmangel ist schuld

Doch daraus wird erst einmal nichts. Der Grund dafür ist schlicht: Personalmangel bei der Stadt Bottrop. „Wir haben keine Mitarbeiter“, sagt Peter Sommer, Fachbereichsleiter Immobilienwirtschaft der Stadt Bottrop. Seit rund einem Jahr sei er auf der Suche nach einem Architekten, der sich nicht nur diesem, sondern auch anderen Projekten widmen könne. Allerdings sei der Markt „leer gefegt“, wie Sommer mitteilt. Gesucht sei nicht nur ein Architekt für die Stadt, sondern auch weitere Ingenieure.

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Gehen damit die Fördermittel aus „Gute Schule 2020“ verloren? Peter Sommer sagt dazu: „Nein, die gehen nicht wieder zurück, sie werden für andere Projekte genutzt.“

Gelder werden nur umgelegt

Sowohl in Bottrop-Mitte als auch in Feldhausen würden diese Gelder dann genutzt, die eigentlich für den Umbau des schiefen Containers gedacht waren.

„In Feldhausen bauen wir ja zurzeit eine Erweiterung der OGS“, so Sommer. Das Geld aus „Gute Schule 2020“ komme dann auch diesem Projekt zugute.

Jährlich 3,7 Mio. Euro aus „Gute Schule“

Jedes Jahr bekomme die Stadt aus dem Projekt „Gute Schule“ 3,7 Mio. Euro. Diese Mittel würden auch jedes Mal gut genutzt und es gehe nichts davon zurück.

In den allermeisten Fällen sei es sogar so, dass Bauprojekte ohnehin nicht nur mithilfe dieser Fördermittel umgesetzt werden können. Die Stadt nutzt immer auch eigene Mittel, um Bauvorhaben umzusetzen.

Stadt hatte eigentlich einen anderen Plan

Geplant war das Ganze aber anders. Die Stadt Bottrop hatte die ehemalige Hausmeisterwohnung im Schulgebäude der Gregorschule extra zu OGS-Räumen umgebaut. „Damals dachten wir, das würde reichen“, erinnert sich Peter Sommer. Doch dann schossen die Anmeldezahlen in die Höhe und es gab nicht genügend OGS-Plätze.

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