Fast jeder Besucher holte sich mit seiner mitgebrachten Laterne oder einem kleinen Windlicht das häusliche Friedenslicht nach Hause. © Maria Dehling
Pfadfinder-Aktion

Friedenslicht aus Bethlehem steht jetzt in Grafenwald

Das Friedenslicht aus Bethlehem ist angekommen: Nach mehr als 3.000 Kilometern steht es jetzt in Grafenwald.

Ein Raunen war am Sonntag beim Betreten des Platzes von allen Plätzen zu hören. Lodernde Holzscheite knisterten und sorgten für eine besondere Atmosphäre. Bereits zum 22. Mal sollten die Besucher die Möglichkeit erhalten, ihr Friedenslicht mit nach Hause zu nehmen.

Pfadfinder hatten die Organisation übernommen

Das Heft hatten die Pfadfinder der Heiligen Familie in der Hand. Sie hatten ideenreich, liebevoll rustikal und natürlich Corona-konform den Platz zwischen der Kirche Heilige Familie und dem Seniorenheim gestaltet. Auf dem Boden kennzeichneten Kreidesterne die notwendig einzuhaltenden Abstände.

Schnell füllte sich der Vorplatz. Pünktlich um 16 Uhr begrüßte Pastoralreferent Werner Koschinski die Besucher und führte kurz in den Adventsimpuls ein: „Ich bin überrascht, dass heute Nachmittag so viele gekommen sind. Das kann nur daran liegen, dass unsere Pfadfinder für uns den Nachmittag gestalten – und das hat am 3. Adventssonntag in Grafenwald schon Tradition. Sie haben für uns eine unsagbar schöne Atmosphäre geschaffen. Da sollten jetzt die jungen Leute das Sagen und Beten haben, ich übergebe das Mikro direkt an die Vorsitzende.“

Selbst gemalte Friedenssteine in Form der Pfadfinderlilie. Alle Mitglieder waren im Corona-Jahr auffordert, einen Stein zu bemalen. Die Pfadfinderlilie ist das Wappen der Pfadfinderbewegung und steht für Frieden und Gemeinschaft.
Selbst gemalte Friedenssteine in Form der Pfadfinderlilie. Alle Mitglieder waren im Corona-Jahr auffordert, einen Stein zu bemalen. Die Pfadfinderlilie ist das Wappen der Pfadfinderbewegung und steht für Frieden und Gemeinschaft. © Maria Dehling © Maria Dehling

Motto lautet: „Frieden überwindet Grenzen“

“Das Motto der diesjährigen Friedenslicht-Aktion lautet ‚Frieden überwindet Grenzen‘. Und tatsächlich hat die Flamme des Friedens – aller logistischen Schwierigkeiten im Pandemie-Jahr zum Trotz – wieder Grenzen überwunden und seinen Weg aus der Geburtsgrotte Jesu in Betlehem über Salzburg in Österreich nach Grafenwald gefunden. Mehr als 3.000 Kilometer sind geschafft und viele Hände haben es bislang schon getragen. Das Licht wird an bundesweit über 500 Orten an alle Menschen guten Willens gebracht. Angezündet von einem neunjährigen Mädchen in Bethlehem, über Tel Aviv nach Linz geflogen und von dort über zahlreiche Autostationen heute Mittag von uns in Essen abgeholt, steht es nun vor Ihnen“, erklärten die Pfadfinder.

Der Platz bot genügend Platz für die zahlreichen kleinen und großen Gäste. Aufgezeichnete Kreise kennzeichneten Abstände und die Holzscheite sorgten für behagliche Wärme.
Der Platz bot genügend Platz für die zahlreichen kleinen und großen Gäste. Aufgezeichnete Kreise kennzeichneten Abstände und die Holzscheite sorgten für behagliche Wärme. © Maria Dehling © Maria Dehling

Dann lag die Verantwortung bei der Gruppe der 14- bis 16-jährigen Pfadfinder. Im Wechsel gaben sie den Gästen Gedankenanstöße mit einem besonderen Tiefgang für den Nachhauseweg. Die zwischenzeitlich eingespielten instrumentalen Ohrwürmer gaben Zeit für ein Nachspüren der Worte.

Mit etwas Wehmut hieß es zum Schluss: „In diesem Jahr gibt es leider keine Gruppenstunden mehr für uns, daher gibt es für die Jüngsten von Euch schon jetzt unser jährliches Abschiedsgeschenk“, und schon rannten die Jüngsten los.

Die Kasse des Fördervereins etwas aufgebessert

Viele nutzten noch die Gelegenheit und stöberten beim Selbstgebastelten von Pfadfindern und dem Förderverein des Grafenwälder Kindergartens. Sarah Bayer aus der Elternschaft gab gleich dazu auch kleine Bastelanleitungen mit und freute sich natürlich über jeden Verkauf. „Sonst haben wir Kleider- und Spielzeugmärkte veranstaltet, die fielen in diesem Jahr natürlich aus. So haben wir gebastelt und möchten die Kasse des Fördervereins ein wenig aufbessern. Das Schöne ist, dass alles schon sehr gut abgegrast ist.“

Das Friedenslicht steht ab sofort an der Krippe in der Kirche. Sie ist tagsüber geöffnet, so können auch alle weiteren Gläubigen ihr Licht in das eigene Zuhause stellen oder an Verwandte und Bekannte geben.

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