Frisierte Motoren und Petticoats

KIRCHHELLEN Die sechste Auflage des Kustom Kulture ging am Wochenende auf dem Flugplatz Schwarze Heide über die Bühne. Hot Rods, Custom oder Art Cars lockten hunderte Fans an.

von Von Tina Fricke

, 08.06.2008, 15:52 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mit Fahrkomfort haben die „modifizierten“ Fahrzeuge nichts im Sinn.

Mit Fahrkomfort haben die „modifizierten“ Fahrzeuge nichts im Sinn.

Die individuell stilisierten und frisierten Kult-Oldtimer, überwiegend US-amerikanischer Herkunft und vor 1965 gebaut, lockten hunderte von Besuchern zum Flugplatz Schwarze Heide. Clubs, Custom-Künstler und Liebhaber aus Japan, den USA und ganz Europa waren angereist, um ihre Old-school-Schätzchen der Marken Ford, GMC, Chevrolet, Buick, Dogde oder Oldsmobile zu präsentieren und über das passende Custom Car- Equipment zu fachsimpeln.

Denn bei einem echten Custom Car ist von dem einstigen Serienmodell kaum noch etwas zu erkennen. Die Modifizierungen der Wagen beruhten ursprünglich auf dem Gedanken, die Fahrleistung durch die Reduzierung des Gewichtes und den Einbau eines stärkeren Motors zu verbessern.

Unnötiger Ballast muss weg

Auch heute noch wird alles, was als unnötiger Ballast gilt, abgeschraubt und weggesägt, die Karosserien werden tiefer gelegt oder - wie bei den Top-Chops - die kompletten Dachsäulen gekürzt. Denn hier geht es nicht um den Fahrkomfort, sondern um Lifestyle. Pinstripping, Custompainting und Tuning lautet das Motto der stolzen Besitzer, die mit Petticoats, Lederjacken und obligatorischer Elvis-Tolle oftmals genauso individuell erscheinen wie ihre Kult-Karossen.

Beschleunigungsrennen

Wer auf der Suche nach neuen Anregungen und kreativen Ideen war, fand bei den zahleichen ausstellenden  Händlern und Künstlern aus aller Welt ausreichend Gelegenheit hierzu. Natürlich stand auch noch das berühmt-berüchtigte Beschleunigungsrennen über eine Achtel Meile auf der Landebahn des Flughafengeländes auf dem Programm.

Auch in diesem Jahr war´s ein gelungener Höhepunkt des Events, der weniger durch eine gelungene Organisation oder freundliche Ordnungskräfte überzeugte als durch die rasanten Manöver der Teilnehmer selbst.

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