Geldautomat gesprengt: Drei Täter flüchteten mit Bargeld

Polizeieinsatz

Anwohner in Kirchhellen alarmierten in der Nacht zu Sonntag die Polizei, nachdem sie einen lauten Knall gehört hatten. Doch diese kam zu spät.

Kirchhellen

, 23.08.2020, 14:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Unbekannte sprengten in der Nacht einen Geldautomaten der Deutschen Bank in Kirchhellen. Als die Polizei eintraf, waren die Täter schon geflüchtet.

Unbekannte sprengten in der Nacht einen Geldautomaten der Deutschen Bank in Kirchhellen. Als die Polizei eintraf, waren die Täter schon geflüchtet. © Marvin Benna

Eine laute Explosion schreckte Anwohner der Hauptstraße in Kirchhellen in der Nacht zu Sonntag auf. Gegen 0.35 Uhr hatten Unbekannte einen Geldautomat der Deutschen Bank gesprengt.

„Vermutlich haben die Täter dafür ein Gas-Gemisch eingeleitet“, sagte Annette Achenbach, Sprecherin der Polizei Recklinghausen, am Montagmorgen (24. August) auf Anfrage der Redaktion. Um in das SB-Center zu gelangen, hebelten die Täter nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei die Tür auf. Augenzeugen hätten, so Achenbach, drei vermummte Personen flüchten gesehen.

Die Täter hätten Bargeld erbeutet und seien mit einem schwarzen Fahrzeug in Richtung Autobahn entkommen. Medienberichten zufolge hatten die Täter ihr gesamtes Werkzeug am Tatort gelassen, darunter auch Gasflaschen. Trotz sofort eingeleiteter Fahndung - unter anderem mit einem Hubschrauber - konnten die Täter flüchten.

Gebäude ist nicht einsturzgefährdet

„Verletzt wurde niemand. Am Gebäude selbst sind nach einer ersten Begutachtung der Feuerwehr Bottrop zwar Schäden entstanden, aber es besteht keine Einsturzgefahr oder Ähnliches“, so Achenbach. Das LKA hat die Ermittlungen übernommen. Zeugen, die Hinweise zum Fluchtauto oder zu den Täter geben können, können sich unter Tel. (0800 )23 61 11 1 bei der Polizei melden.

Bereits 2017 hatten Täter versucht, den Automaten der Deutschen Bank in Kirchhellen zu sprengen. Die Tat war damals jedoch gescheitert und da die Täter bereits unter polizeilicher Beobachtung standen, waren im Anschluss zwei Männer aus Utrecht festgenommen worden. 2018 wurden sie zu vier Jahren und drei Monaten beziehungsweise zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt.

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