Auf dem Bergwerksgelände Prosper-Haniel sollen die Grubenwasserpumpen abgestellt werden. © picture alliance/dpa
Bergbau

Grubenwasseranstieg ist ein zentrales Thema der Bezirksvertretung

Im Vorfeld der Bezirksvertretung haben Stadt und RAG Fragen zum Grubenwasser-Entwässerungskonzept beantwortet. Ein Initiativkreis hält die Ausführungen für „erschreckend ergänzungsbedürftig.“

In der Sitzung der Kirchhellener Bezirksvertretung am Dienstag (31.8.) müssen die Stadt Bottrop und die RAG insbesondere mit Fragen und Zweifeln gegenüber dem Grubenwasser-Entwässerungskonzept rechnen. Auf dem Bergwerksgelände Prosper-Haniel sollen die Grubenwasserpumpen abgestellt werden. Demnach wird das Grubenwasser nicht mehr über die Emscher fließen, sondern über die ehemalige Schachtanlage Lohberg am Niederrhein. Dabei steht Kirchhellen im Verlauf der nächsten Jahre ein Anstieg des Grubenwassers bevor.

Bezirksregierung Arnsberg soll einbezogen werden

Nachdem erste Fragen der CDU-Bezirksfraktion bereits in einem mehrseitigen Sachstandsbericht von der Stadtverwaltung erläutert wurden, meldet sich nun der Initiativkreis bergbaubetroffener Bürger zu Wort.

Die Vorstandsmitglieder Michael Farien und Stephan Heitmann bemängeln insbesondere die Tatsache, dass die Bezirksregierung Arnsberg nicht in die Planung einbezogen wurde.

Zwar werde der Schritt der Stadt Bottrop, sich künftig auch aktiv in das Monitoring-Verfahren einzubringen, begrüßt, aber es bestehen weiterhin Zweifel, ob die Untersuchungsergebnisse der RAG ausreichend seien. Der Initiativkreis zielt darauf ab, das Wissen der als Kontrollbehörde des Bergbaus fungierenden Bezirksregierung Arnsberg mit in die Bewertungen und Kalkulationen einzubeziehen. Für größte Angst sorgen mögliche Bodenbewegungen und Beben, die erneute Bergbauschäden auslösen könnten.

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