Hervorragende Leistungen beim Kutschen-Führerschein

Drei Monate gepaukt

17 Teilnehmer und Teilnehmerinnen haben am Samstag in Kirchhellen die Führerscheinprüfung für Gespanne nach der Prüfungsordnung des deutschen Pferdesports mit „hervorragend“ bestanden. Der jüngste Prüfling war 14 , der älteste 58 Jahre alt.

KIRCHHELLEN

von Von Sabine Bornemann

, 18.04.2011, 15:16 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das ist er, der Kutschenführerschein, den am Sonntag 17 Teilnehmer einer Prüfung mit dem Prädikat »hervorragend« bestanden.

Das ist er, der Kutschenführerschein, den am Sonntag 17 Teilnehmer einer Prüfung mit dem Prädikat »hervorragend« bestanden.

Für Maria und Ewald Steinmann besteht eine entscheidende Motivation, in unserer hochtechnisierten Welt noch auf den Kutschbock zu steigen, in der Möglichkeit, die ganze Familie mitzunehmen. Gleichzeitig pflegt das Ehepaar Steinmann aber auch die Tradition. Ihr „alter Landauer“ von 1918 ist ein ganz edles Gefährt, bei dem bis heute lediglich die Bremsen ersetzt werden mussten, weil die alten Klötze einfach nicht mehr den heutigen Sicherheitsanforderungen entsprachen. Steinmann besitzt auch noch einen alten „Doktorwagen“. Das ist ein kleiner Zweisitzer mit hochklappbarem Regenschutz, mit dem der Landarzt vor 100 Jahren noch seine Hausbesuche machte. Wie er kennt natürlich auch jeder Besitzer die Geschichte seiner Kutsche.

Georg Schäpermeier aus dem Vorstand des Kirchhellener Kutschenvereins ist stolz auf etwa 70 Mitglieder, von denen 25 ein eigenes Gespann besitzen. Viele fahren auch nur im Wagen mit, weil sie die Geselligkeit in der Runde schätzen. Für manche ist der Verein aber auch eine Einstiegsmöglichkeit in den ambitionierten Turnierbetrieb. Der Verein organisiert regelmäßig Veranstaltungen: Vom 5.bis 7. Mai 2011 findet eine Kutschenwallfahrt zum Annaberg in Haltern statt. Auch beim großen Corso am 26. Juni durch Kirchhellen sind die Pferdefuhrwerke wieder in voller Pracht zu bewundern. Das Publikum prämiert dann die schönste Kutsche.

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