Historische Bilder des Heimatvereins stoßen bei Instagram auf großes Interesse

mlzHeimatverein Kirchhellen

Die sozialen Medien sind insbesondere für die jungen Kirchhellener ein fester Bestandteil im Alltag. Das nutzt der Heimatverein nun mit einer Instagram-Seite. Die läuft besser als erwartet.

Kirchhellen

, 27.02.2019, 13:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Arbeit des Heimatvereins für die Jugend interessant machen - das ist das Ziel von Jan Marien. Dafür hat der 21-Jährige bereits mehrere Projekte unter dem Überbegriff „Historisches Kirchhellen“ ins Leben gerufen. Unter anderem auf Instagram ist der Heimatverein seit Mitte vergangenen Jahres vertreten. Und das sehr erfolgreich.

Das Prinzip der Social-Media-Seite ist einfach: Regelmäßig postet Jan Marien im Namen des Heimatvereins einen Beitrag mit einem historischen Bild aus Kirchhellen und einem aktuellen Foto aus der gleichen Perspektive. Die Motive reichen von bekannten Orten wie dem Johann-Breuker-Platz, der Hauptstraße und dem St.-Antonius-Krankenhaus bis zu unbekannteren Plätzen wie der Repeler Mühle.

Historische Bilder des Heimatvereins stoßen bei Instagram auf großes Interesse

So sah die Hauptstraße um 1920 aus. © privat

Historische Bilder des Heimatvereins stoßen bei Instagram auf großes Interesse

Heute ist die Hauptstraße mit damals nicht mehr zu vergleichen. © privat

„Da gibt es sogar Motive, die manche gar nicht kennen. Ich wurde schon ein paar Mal angeschrieben, wo das denn aufgenommen worden wäre“, erzählt Jan Marien. So sei es für ihn unter anderem ein Ziel, die schönen Ecken, die nicht so bekannt sind, in den Fokus zu rücken.

Historische Bilder wecken mehr Interesse als erwartet

Bei den „Instagramern" kommt das gut an: 570 Follower interessieren sich für die Seite des Heimatvereins. 70 Prozent davon sind zwischen 13 und 34 Jahren alt, also genau die Zielgruppe, die der Heimatverein mit diesem Projekt erreichen möchte. „Eigentlich hatte ich mir 200 Follower zum Ziel gesetzt“, berichtet Jan Marien stolz. Er habe nicht damit gerechnet, dass das Interesse nach nicht einmal neun Monaten so hoch ist.

Und auch die, die nicht in den sozialen Medien vertreten sind, können einen Blick auf die Bilder werfen. „Man muss einfach auf die Homepage des Heimatvereins gehen und dort kommt man unten rechts zu den Bildern“, erklärt Jan Marien.

Es begann als persönliches Projekt

Begonnen hat er die Seite eigentlich als persönliches Projekt. Als die Reichweite jedoch immer weiter wuchs, beschloss er, daraus eine offizielle Seite des Heimatvereins zu machen. „Ich bekomme hier Zugriff auf so viele Bilder und Dateien, dass ich diese Seite nutzen wollte, um damit etwas davon nach außen zu tragen“, erklärt der 21-Jährige.

Doch nicht jedes Bild kann er heute genauso nachstellen: „Manchmal ist die Perspektive so anders, dass man das nicht mehr vergleichen kann. Es bringt ja niemandem etwas, wenn man vor eine Wand fotografiert, weil da, wo vorher eine Wiese war, mittlerweile hohe Häuserblöcke stehen.“

Das 3D-Modell steckt noch in den Kinderschuhen

Zusätzlich zu der Instagram-Seite hat Jan Marien ein neues Projekt, das derzeit allerdings noch in den Kinderschuhen steckt. Er möchte ein 3D-Modell von Kirchhellen im Jahre 1915 erstellen. Jan Marien erklärt: „Es soll am Ende wie ein Simulatorspiel sein. Man kann also quasi durch das Kirchhellen in 1915 durchlaufen und sich alle Häuser anschauen.“

Historische Bilder des Heimatvereins stoßen bei Instagram auf großes Interesse

Dort, wo heute das Eiscafé Pisa steht, stand 1915 die Gaststätte Schmidt, die auch ein Teil des 3D-Modells ist. © privat

Von zehn Häusern hat Marien bisher Entwürfe in dem Computer-Programm erstellt - am Ende sollen es 700 sein. Für die restlichen Häuser fehlen dem 21-Jährigen noch Baupläne oder wahlweise Fotos von allen Seiten. Die zu finden ist schwierig: „Im Stadtarchiv sind nur wenige solcher Pläne vorhanden. Da bin ich schon auf Unterstützung angewiesen, damit das am Ende funktioniert.“

Wer Baupläne oder alte Fotos von seinem Haus hat, die er Jan Marien und dem Heimatverein zur Verfügung stellen kann, kann sich melden unter j.marien@heimatverein-kirchhellen.de. Auch Menschen, die die Projekte ehrenamtlich unterstützen wollen, sind gerne gesehen.
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