Bis ein Teller brav seine Runden auf dem Holzstab dreht, müssen die kleinen Jongleure lange üben. © Petra Berkenbusch
Zirkus pompitz

Im „F!“ lassen die Kinder beim Zirkusprojekt die Teller tief fliegen

Der Zirkus ist da! Mit Jongliermaterial, Schauspielübungen und einem Hygienekonzept macht der Kinderzirkus pompitz gerade im Kirchhellener Kinder- und Jugendhaus „F!“ Station.

Im „F!“, den neuen Kirchhellener Jugendhaus, fliegen derzeit die Teller tief. Die sind zum Glück aus Plastik, und ihr wilder Flug zieht weder Scherben noch Tadel nach sich. Er dient reinen Übungszwecken. Erfahrene Jongleure kennen das.

Die 30 Kinder im „F!“ wollen erst noch Jongleure werden, sie nehmen in den Ferien am Projekt mit dem Zirkus pompitz teil.

Kinder halten sich an das ausgeklügelte Hygienekonzept

Und sie haben einen Riesenspaß, den auch das Corona-bedingte Hygienekonzept kaum schmälern kann. „Zirkusdirektor“ Markus Pitz und sein Team haben mit Hausleiter Patrick Westermann alles dafür getan, das Infektionsrisiko möglichst gering zu halten. Markus Pitz erklärt: „Wir haben drei Zehnergruppen gebildet. Jede hat ihren eigenen Übungsraum, die Pausen findet getrennt und gestaffelt statt, damit sich die Gruppen Blau, Rot und Grün nicht mischen. Wir haben möglichst kontaktlose Übungen ausgesucht, auf Drahtseile, Fakirnummern und die Laufkugel verzichtet.“

Stattdessen werden in den Gruppen Jongleure und Clowns ausgebildet, die am Ende der gerade zu Ende gehenden zweiten Woche das Gelernte auch einer Bühne zeigen dürfen. Allerdings nur vor Zuschauern aus der eigenen Gruppe. Für die Fangemeinde zu Hause werden die Auftritte auf Video aufgenommen.

Spielerische Vermittlung von sozialen Kompetenzen und Werten

Vordergründig lernen die Sechs- und Elfjährigen das Jonglieren und Schauspielern, dem Pädagogenteam ist die Vermittlung von sozialen Kompetenzen und Werten mindestens ebenso wichtig. Wegen Corona ist das Regelwerk diesmal etwas umfangreicher, aber Markus Pitz und seine Kollegen haben die Erfahrung gemacht, dass die Kinder besser mit den veränderten Umständen und Abstandsregeln zurechtkommen als viele Erwachsene.

Video

Zirkusprojekt im “F!”

Der Holzstab, auf dem sich der Plastikteller drehen soll, der macht manchen allerdings noch Probleme. Mal kommt der Teller in Fahrt, mal will der Stab einfach nicht gerade in der Hand bleiben. Wenn Markus Pitz Hilfestellung gibt, zieht er Einmalhandschuhe an, denn jedes Kind hat eigenes Jongliermaterial, das nicht von anderen mit bloßen Händen angefasst werden soll.

Während das Jonglieren noch etwas holprig ist, beherrschen die Zirkuskinder das Schauspiel schon vorbildlich. Den immergleichen Text, „Der Zirkus ist da. Kommst Du auch? Wer? Du! Ich? Ja! Ja!“, können sie in allen Varianten präsentieren: ängstlich, fröhlich, zickig, verliebt, cool, als Sopranistin (Video), als DJ oder schüchtern – ganz, wie der Zirkusdirektor es ihnen vorgibt.

Über die Autorin
Redaktion Dorsten
Geboren und geblieben im Pott, seit 1982 in verschiedenen Redaktionen des Medienhauses Lensing tätig. Interessiert an Menschen und allem, was sie anstellen, denken und sagen.
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Petra Berkenbusch

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