„Im Pinntal" in Kirchhellen entsteht ein neues Gewerbegebiet

Gewerbegebiet

Kirchhellen soll ein neues Gewerbegebiet bekommen. Das haben Stadtverwaltung und Wirtschaftsförderung entschieden. Von den großen Kirchhellener Parteien gibt es dafür viel Zustimmung.

Kirchhellen

, 05.03.2019, 15:45 Uhr / Lesedauer: 2 min
An der Straße „Im Pinntal" ist derzeit noch eine grüne Wiese. Bald soll hier ein Gewerbegebiet entstehen.

An der Straße „Im Pinntal" ist derzeit noch eine grüne Wiese. Bald soll hier ein Gewerbegebiet entstehen. © Johanna Wiening

Zwischen Pelsstraße und Pinntal sollen sich bald mehrere Betriebe ansiedeln. Das beschlossen die Stadtverwaltung und die Wirtschaftsförderung. Damit greifen sie auf einen Bebauungsplan zurück, der bereits seit einigen Jahren existiert.

Denn schon seit 2009 gibt es den Plan für die Fläche südlich des Hofes Schlagkamp. „Das sorgt für Planungssicherheit“, erklärt Gernot Miller, Abteilungsleiter der Wirtschaftsförderung: „Da gibt es ja eine längere Vorgeschichte. Jetzt hat die Stadt die Fläche erworben und einem neuen Gewerbegebiet steht nichts im Weg."

Chance für Kirchhellener Unternehmen

Gerade für Kirchhellener Unternehmen sei das eine gute Chance, erklärt Gernot Miller: „Grundsätzlich ist die Fläche natürlich für jeden offen. Aber gerade für Kirchhellener Unternehmen bietet es sich an, sich dort anzusiedeln."

Bezirksbürgermeister Ludger Schnieder (CDU) sieht die neue Entwicklung für den wirtschaftlichen Standort Kirchhellen positiv. „Es ist auf Jahre gesehen die einzige Fläche im Dorf, die für die Bebauung zur Verfügung steht. Das neue Gewerbegebiet ist wirklich nötig, denn viele Unternehmen sind bereits nach Dorsten abgewandert, weil es hier keine Kapazitäten gibt", glaubt Schnieder. Zudem schaffe die Bebauung neue Arbeitsplätze im Dorf.

Auch die SPD als zweite große Partei sieht das ähnlich. „Wir haben diese Entwicklung schon immer befürwortet. Gerade vor dem Hintergrund des auslaufenden Bergbaus brauchen wir die Fläche, um neue Arbeitsplätze zu schaffen", sagt Willi Stratmann, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins. Die Bergbauflächen seien noch lange nicht für eine Nutzung von Gewerbe bereit.

Nutzung der Fläche ist ein zweischneidiges Schwert

Aber dennoch: Die Nutzung sei ein zweischneidiges Schwert, so Ludger Schnieder. „Natürlich verliert man dadurch wieder ein Stück Grünfläche. Aber ich sehe lieber dort kurzfristig ein Gewerbegebiet und hoffe, dass Schacht 10 renaturiert wird. Hier ist das Gewerbe besser aufgehoben als in der Heide."

Die Stadt sieht das ähnlich. Nachdem sie die Flächen nun gekauft hat, ist der Weg für die Umsetzung bereitet. Wann richtig gestartet werden kann, steht noch nicht genau fest, erklärt Gernot Miller: „Man muss jetzt schauen, wie schnell der Tiefbau das Gebiet erschließen kann. Aber wir wollen ab etwa Frühsommer in die Vermarktung gehen."

Die Firmen können sich dann bei der Wirtschaftsförderung um einen Platz im neuen Gewerbegebiet bewerben. Genauere Details müssen noch festgelegt werden, bevor es in die heiße Phase geht. Miller hofft, dass die Unternehmen 2020 mit der Bebauung der Fläche beginnen können.

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