Initiative „Aufbruch Fahrrad Bottrop“ macht auf Probleme im Radverkehr aufmerksam

mlzMängel-Radtour

Eine Initiative macht auf Probleme im Kirchhellener Radverkehr aufmerksam: Bei einer Mängel-Radtour wurden Sicherheitsdefizite für Radfahrer aufgezeigt und mögliche Maßnahmen diskutiert.

Kirchhellen

, 08.03.2020, 11:04 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Mängel-Radtour der Initiative „Aufbruch Fahrrad Bottrop“ stieß am Samstag (7. März) auf großes Interesse. An fünf Stationen rund um das Neubaugebiet Schultenkamp wurde gezeigt, welche Gefahren für Radfahrer lauern. Mögliche Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssituation möchte die Initiative jetzt an Politik und Verwaltung herantragen.

Initiative sieht noch viel Handlungsbedarf

Verkehrsberuhigung, Fahrradstraßen, Querungshilfen: Die Initiative „Aufbruch Fahrrad Bottrop“ sieht noch viel Handlungsbedarf bei der Verkehrssituation für Radfahrer rund um den Ortskern. „Bei einer Umfrage des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs hat die Stadt Bottrop nicht gut abgeschnitten“, sagte Kurt Mehring von der Initiative. Darum haben sich vor einem Jahr radbegeisterte Bürger zusammengetan, um gemeinsam die Situation in der Stadt zu verbessern.

Sicherheit der Kinder im Fokus

Nicht nur im Stadtbereich, auch im Bottroper Norden sieht die Initiative viel Bedarf. „Es geht uns besonders um die Sicherheit der Kinder“, erklärte Kurt Mehring. Vorrangig hat die Initiative das Neubaugebiet Schultenkamp und den Weg zur Gregorschule im Auge. Am Samstag wurde zu einer circa 2,5 Kilometer langen Radtour rund um das Neubaugebiet eingeladen. An fünf Stationen erklärten die Mitglieder, was aus ihrer Sicht getan werden müsse, um die Situation zu verbessern.

An fünf Stationen rund um das Neubaugebiet Schultenkamp wurde gezeigt, welche Gefahren für Radfahrer lauern.

An fünf Stationen rund um das Neubaugebiet Schultenkamp wurde gezeigt, welche Gefahren für Radfahrer lauern. © Julian Schäpertöns

So fordert die Initiative zum Beispiel, den Durchgangsverkehr auf der Dorfheide rauszuhalten. Dies möchte sie mit der Ausweisung als Fahrradstraße erreichen. Außerdem sei in Teilbereichen eine Einbahnstraßenregelung angedacht. An der Hackfurthstraße fehle es an einer vernünftigen Anbindung des Geh- und Radwegs im Baugebiet an den Ortskern. Eine sichere Querung der Straße sei nicht gegeben.

Den Teil des Kirchhellener Rings, der durch das Neubaugebiet führt, möchte die Initiative als Radstraße ausweisen. An der Rentforter Straße soll die Markierung der Fahrbahn für Autos schmaler gemacht werden, sodass Radfahrer am Mehrzweckstreifen am Rand mehr Platz haben. Außerdem wurden ein Halteverbot für den Seitenstreifen oder eine Temporeduzierung zur Debatte gestellt.

Die Mängel-Radtour stieß auf großes Interesse.

Die Mängel-Radtour stieß auf großes Interesse. © Julian Schäpertöns

Einige Lokalpolitiker beteiligten sich am Samstag übrigens ebenfalls an der Mängel-Radtour. So auch Rainer Hürter, Vorsitzender der CDU Kirchhellen. „Man muss schließlich auch von den Bürgern hören, wo der Schuh drückt“, sagte Hürter. Was am Ende allerdings umgesetzt werden könne, sei eine Frage von Abwägungen. „Die Sicherheit von Radfahrern, aber auch Autofahrern und Fußgängern muss in Einklang gebracht werden. Wir müssen alle Seiten berücksichtigen.“

Weitere Infos gibt es online: www.aufbruchfahrradbottrop.de

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