Bezirksregierung: Keine gesundheitlichen Risiken durch verbrannte Ölpellets in Kirchhellen

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Die Verbrennung der Ölpellets in Kraftwerk Gelsenkirchen-Scholven steht seit einem WDR-Bericht immer wieder auf dem Prüfstand. Auch die Kirchhellener sind besorgt. Nun gibt es Entwarnung.

Kirchhellen

, 21.03.2019, 13:45 Uhr / Lesedauer: 1 min

Derzeit sind die Kirchhellener nicht durch die krebserregenden Stoffe in den im Kraftwerk Gelsenkirchen-Scholven verbrannten Ölpellets gefährdet. Das erklärte Peter Marten vom Fachbereich Umwelt und Grün der Stadt Bottrop in der Sitzung der Bezirksvertreter. Der Aussage liegt eine Anfrage bei der Bezirksregierung Münster zugrunde.

Diese hatte einen Sachstandsbericht verfasst über die Verbrennung der Ölpellets im Kraftwerk Gelsenkirchen-Scholven. Darin heißt es, der Einsatz der Ölpellets unterliege einer Vielzahl von Anordnungen und entspreche der geltenden Rechtslage. Und auch die Emissionsbegrenzungen der krebserregenden Stoffe Vanadium und Nickel seien in den vergangenen Jahren stets eingehalten und in der Regel sogar deutlich unterschritten worden.

Vorausgegangen war ein Bericht des WDR, wonach Ölpellets aus der BP-Raffinierie in Gelsenkirchen im benachbarten Uniper-Kraftwerk Scholven verbrannt werden. Nach Recherchen des WDR sei das „rechtswidrig“ und „illegal“. Zudem können die enthaltenen Stoffe Vanadium und Nickel gesundheitsgefährdend sein.

Krebserregende Stoffe nur in Windrichtung Scholven gemessen

Nicht eindeutig geklärt seien in dem Sachstandsbericht allerdings die gesundheitlichen Gefahren der Ölpellets, monierten die Bezirksvertreter in ihrer Sitzung. Peter Marten konnte allerdings Entwarnung geben. Derzeit seien die krebserregenden Stoffe ausschließlich in Windrichtung Scholven gemessen worden. Und selbst in diese Richtung handelte es sich lediglich um 15,6 Mikrogramm. Zum Vergleich: Der zugelassene Höchstwert liegt bei 1000 Mikrogramm .

„Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Bottrop betrifft“, erklärte Peter Marten. Derzeit gibt es lediglich eine Messstelle in Feldhausen, die Änderungen daran erfassen könnte. Bezirksbürgermeister Ludger Schnieder (CDU) nahm die Verwaltung deshalb in die Pflicht: „Wir wünschen uns, dass die Stadt das im Blick behält, denn die Unsicherheit bei den Bürgern ist da.“

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