Obwohl die Sternsinger-Aktion abgesagt worden ist, wird es trotzdem Segensschilder für die Kirchhellener geben. © privat
Sternsinger

Kirchhellener Sternsinger-Aktion abgesagt – den Segen gibt es trotzdem

Schweren Herzens hat das Organisationsteam die Sternsinger-Aktion in Kirchhellen abgesagt. Doch ganz auf das Überbringen des Segens wollen sie nicht verzichten.

Schon früh hatte sich das Organisationsteam der Kirchhellener Sternsinger-Aktion Gedanken gemacht, wie man während der Corona-Pandemie den Menschen im Ort den Segen bringen könnte. Doch jetzt wurden erneut alle Planungen über den Haufen geworfen.

„So ist das halt in diesem Jahr“, kommentierte Organisator Winfried Stuke die neuesten Änderungen am Montagmorgen (28. Dezember). Es klingt ein bisschen so, als habe er resigniert. Dabei hatten er und sein Team im Oktober einen tollen Plan vorgestellt, wie man unter Corona-Bedingungen die Sternsinger-Aktion durchführen könnte.

100 Orte in ganz Kirchhellen waren ausgesucht worden

Über 100 Orte in ganz Kirchhellen hatten sie ausgesucht, wo sich die Sternsinger und Besucher hätten mit viel Abstand begegnen können. Dort wollten die Kinder ihre Texte aufsagen und singen. Außerdem war geplant, die Spenden in Dosen an langen Stielen zu sammeln und Abstandsmarkierungen mit Kreide auf die Straße zu malen.

Doch dann wurden kurz vor Weihnachten sämtliche Messen abgesagt. „Da haben wir für uns entschieden, dass wir unsere Aktion in Zeiten eines Lockdowns nicht verantworten können“, erzählt Stuke. Schließlich werde man überall dazu aufgerufen, die Kontakte auf das Allernötigste zu beschränken – da sei ein Treffen zwischen Sternsingern und Anwohnern einfach der falsche Weg.

Viele Kinder hatten sich in diesem Jahr angemeldet, um an der Kirchhellener Sternsinger-Aktion teilzunehmen. „Wir hätten alle Bezirke besetzen können“, so Stuke. Schweren Herzens musste er den Kindern jetzt per E-Mail absagen. Da es jedoch vielen Menschen sehr wichtig sei, den Segen zu erhalten, wurde das Orga-Team erneut kreativ.

Segensboten sollen nun am Wochenende durch Kirchhellen, Grafenwald und Feldhausen fahren und die Segensschilder samt Info kontaktlos in die Briefkästen werfen. Erste Berechnungen des Teams ergaben, dass dafür rund 70 Boten benötigt würden. Nach Aufrufen im Bekanntenkreis sowie über soziale Netzwerke konnten alle Straßenzüge innerhalb kürzester Zeit besetzt werden. „Ich habe kaum einen Haken in meiner Liste gesetzt, da kam schon die nächste Zusage“, erzählt Winfried Stuke.

Spenden können überwiesen werden

Wer aus Versehen kein Segensschild in seinem Briefkasten findet, kann sich auch eins in den Kirchen abholen. Spenden, die sonst in die Sammeldosen der Sternsinger gesteckt worden wären, können überwiesen werden. Infos und die Kontoverbindung finden sich auf den Info-Zetteln, die dem Segensschild beiliegen. Das Geld geht an das Kindermissionswerk. Schwerpunkt der diesjährigen Aktion ist die Unterstützung von Kindern in der Ukraine, die bei Verwandten aufwachsen oder viel alleine sind, da die Eltern im Ausland arbeiten müssen, um ihre Familien ernähren zu können.

Über die Autorin
Redaktion Dorsten
Ich bin gebürtige Dorstenerin, lebe und arbeite hier. Dorsten und vor allem die Menschen der Stadt liegen mir sehr am Herzen. Wichtig sind mir jedoch auch die Kirchhellener. Seit mehreren Jahren darf ich über den kleinen Ort berichten und fühle mich daher sehr mit dem Dorf verbunden. Menschen und ihre Geschichten, Bildung und Erziehung – das sind Themen, die mir wichtig sind. Und das liegt nicht nur daran, dass ich zweifache Mutter bin.
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Manuela Hollstegge

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