Kirstin Hater aus Kirchhellen unterstützt Senioren im Alltag

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Kirstin Haters Arbeit beginnt da, wo die Arbeit eines Arztes aufhört. Sie hilft Senioren durch den Alltag. Das größte Geschenk ist für die Kirchhellenerin nicht das Geld.

Kirchhellen

, 23.02.2019, 11:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ich unterstütze die Senioren in allem, wobei sie mich brauchen", erklärt Kirstin Hater ihren Beruf einfach. Die Kirchhellenerin ist Seniorenassistentin. Vor rund einem Jahr hat sie sich mit dieser Arbeit selbstständig gemacht und es keine Sekunde bereut.

„Ich gehe mit den Senioren zum Arzt, helfe ihnen beim Papierkram oder bin einfach nur als Gesprächspartner da - ganz wie sie mögen", erklärt Kirstin Hater ihr vielfältiges Arbeitsfeld. Für die Senioren ist ihr Kommen meist eine riesige Freude, denn nur wenige wissen, dass es jemanden wie die Kirchhellenerin gibt. „Das ist noch nicht so weit gedrungen. Vielen ist gar nicht bewusst, dass sie jemanden einfach so engagieren können, der einfach für sie da ist", so die Seniorenassistentin.

Sie arbeitete nicht immer in einem sozialen Beruf

Doch Kirstin Hater hat nicht immer in einem sozialen Beruf gearbeitet. Früher war die Kirchhellenerin Vorstandssekretärin bei einer Bank. Da habe ich mich aber irgendwann nach was Neuem umgesehen, ich wollte noch mal etwas anderes", erinnert sie sich. Als sie dann von einem älteren Kunden um die Unterstützung bei seinem Papierkram gebeten wurde, kam sie auf den Geschmack. Nach mehreren absolvierten Fortbildungen ist sie seit dem vergangenen Jahr offiziell Seniorenassistentin.

Und was zu Beginn nur ein paar wenige Kirchhellener ansprach, weitete sich schnell aus. Mittlerweile hat die Seniorenassistentin Kunden in Gelsenkirchen, Gladbeck, Marl oder Dorsten. Bis auf wenige kleine Lücken ist ihr Zeitplan prall gefüllt.

Auch ihre Klientel hat sich mittlerweile ausgeweitet: „Am Anfang habe ich mich nur um Senioren gekümmert. Heute gehören jedoch auch Menschen mit Behinderung dazu", erklärt sie. Die Bedürfnisse seien da meist ziemlich ähnlich und jeder würde sich freuen, wenn er mal jemanden zum Reden habe, so Kirstin Hater weiter.

Die Arbeit ist vielfältig

Bei der Kirchhellenerin ist jeder Arbeitstag anders. Manchmal benötigen ihre Kunden auch Unterstützung bei Dingen, mit denen sie beim besten Willen nicht gerechnet habe, erklärt sie: „Meistens ist das die normale Arbeit wie Arztbesuche oder Spiele spielen oder so. Aber ich wurde auch schon gefragt, ob ich einen Geburtstag mitorganisieren könnte. Natürlich mache ich auch das."

Die größte Belohnung bekommt Kirstin Hater meist beim Abschied von ihren Kunden. „Die bedanken sich dann immer ganz süß, dass ich da bin. Neulich sagte eine Dame zu mir: `Dankeschön, dass sie mir so guttun`. Das freut einen natürlich immer besonders", erzählt die Kirchhellenerin stolz.

Die Seniorenassistenz ist in Deutschland noch nicht weit verbreitet, berichtet Kirstin Hater: „Das machen bisher nicht viele, wird aber mehr. Es wird aber auch Zeit, weil es genug Senioren gibt, die eine Begleitung im Alltag gebrauchen können."

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