Kolpingsfamilie Kirchhellen verteilt 600 Stutenkerle an Kita-Kinder

mlzSankt Martin

Wenn die Kinder nicht zu den Stutenkerlen kommen, kommen diese eben zu den Kindern. Die Kolpingsfamilie musste zwar ihren Zug absagen, blieb aber trotzdem nicht untätig.

Kirchhellen

, 11.11.2020, 14:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bis vor zehn Tagen hatte Andrea Sareyka, Leiterin des Kirchhellener Montessori Kinderhauses am Tappenhof, noch gehofft, am Martinstag wenigstens mit den Kindern eine kleine Runde mit der Laterne laufen zu können. Doch die hohen Corona-Fallzahlen zwangen sie dazu, auch das abzusagen. Sankt Martin wurde am Mittwoch trotzdem gefeiert - dank der Kolpingsfamilie Kirchhellen sogar mit leckeren Stutenkerlen.

Kurz vor 10 Uhr am Mittwochmorgen (11. November). Christoph Bette und weitere Vorstandsmitglieder der Kolpingsfamilie Kirchhellen ziehen große Kisten mit duftenden Stutenkerlen aus einem Sprinter und schleppen sie in den Garten des Montessori Kinderhauses. Dort werden sie schon von Leiterin Sareyka und einigen Kindern begrüßt.

Jetzt lesen

„Die Stutenkerle sind eine kleine Entschädigung für unseren großen Martinszug, der wegen Corona leider ausfallen musste“, sagt Bette. Rund 600 Stutenkerle hat die Kolpingsfamilie in der Kirchhellener Bäckerei Kläsener backen lassen. Am Mittwoch tourten die Vorstandsmitglieder damit durch Kirchhellen, Feldhausen und Grafenwald und versorgten die Kindergärten mit dem leckeren Martinsgruß. „In Zeiten von Corona finden wir es wichtig, ganz besonders an die Kleinen zu denken“, so Bette.

Verteilt wurden die Stutenkerle unter Einhaltung aller Corona-Schutzmaßnahmen - mit Handschuhen und Mund-Nase-Bedeckung und nur über die Gärten. Die Erzieherinnen der einzelnen Gruppen kamen nacheinander hinaus und nahmen eine Kiste mit in die jeweilige Gruppe. Anschließend wurde dort wenigstens ein bisschen der Martinstag zelebriert.

Gedanke des Teilens soll im Mittelpunkt stehen

„Zuerst läuft jede Gruppe einmal mit den Laternen durch den Garten. Dann hat sich jede Gruppe so ein bisschen was überlegt“, erzählt Andrea Sareyka vom Montessori Kinderhaus. Einige würden ein Büfett innerhalb des Gruppenraums aufbauen, andere einen großen Sitzkreis mit vielen Kissen. Es soll gesungen und das Martinsspiel gespielt werden. „Außerdem steht der Gedanke des Teilen sehr im Mittelpunkt. Also teilen die Kinder ihre Stutenkerle miteinander. Das soll zeigen, dass keiner durch die aktuelle Situation alleine durch muss“, so die Leiterin.

Sie ist froh, dass nach der einwöchigen Schließung der Kita im Oktober wegen eines positiv auf das Coronavirus getesteten Kindergartenkindes nun wieder ein bisschen Normalität am Tappenhof einkehrt. „Ein normaler Alltag gibt uns allen - den Kindern, den Erziehern, aber auch den Eltern - Sicherheit. Das ist jetzt ganz wichtig“, sagt die Kita-Leiterin.

Lesen Sie jetzt