Seniorenheime

Krisenstab kritisiert Unterlaufung von Schnelltests in Seniorenheimen

Der Bottroper Krisenstab bittet Angehörige davon abzusehen, Bewohner von Seniorenheimen mit zu sich nach Hause zu holen, um die Schnelltests zu umgehen.
Einige Angehörige von Seniorenheimbewohnern in Bottrop versuchen, die Schnelltests zu umgehen. © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

Der Corona-Krisenstab der Stadt Bottrop fordert nach seiner Sitzung am 20. Januar die Angehörigen von Bewohnern in Seniorenheimen auf, sich solidarisch zu verhalten und nicht die für größere Sicherheit sorgenden obligatorischen Corona-Schnelltests in den Heimen zu unterlaufen.

Aus Seniorenheimen waren dem städtischen Sozialamt als Aufsichtsbehörde eine signifikant steigende Zahl von Fällen gemeldet worden, in denen Angehörige Bewohner aus dem Seniorenheim zu sich nach Hause abholen. Entsprechende Äußerungen in dem Zusammenhang stützten dabei die Einschätzung, dass dies oft geschehe, um den Angehörigen die wegen der zunehmenden Infektionszahlen in einigen Einrichtungen von der Stadt generell verfügten Schnelltests vor dem Besuch von Heimbewohnern zu ersparen.

Coronavirus könnte eingeschleppt werden

Die Gefahr der Einschleppung des Coronavirus in die Einrichtungen nach solchen Besuchen sei aber nicht zu unterschätzen, argumentiert der Krisenstab. Deshalb sind die Angehörigen dringend gebeten, von der Abholung der Bewohner möglichst abzusehen und sie unter gesicherten Bedingungen im Seniorenheim zu treffen sowie die dafür nötigen Schnelltests auf sich zu nehmen.

Ahaus, Heek und Legden am Abend

Täglich um 18:30 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.

Lesen Sie jetzt