Kühler Kopf trotz Kopfnoten

KIRCHHELLEN Die Kopfnoten wurden im Vorfeld viel diskutiert, die Dorstener Zeitung fragte in der Hauptschule Kirchhellen nach, wie denn die Betroffen die neue Regelung sehen.

von Von Yvonne Dziabel

, 18.01.2008, 14:37 Uhr / Lesedauer: 1 min
Gehen ziemlich lässig mit den gefürchteten Kopfnoten um: die Kirchhellener Schüler.

Gehen ziemlich lässig mit den gefürchteten Kopfnoten um: die Kirchhellener Schüler.

„Für uns ist es natürlich ein wesentlicher Mehraufwand“, erklärte der stellvertretende Schulleiter der Kirchhellener Hauptschule, Stefan Völlmert. Einen ganzen Tag konferierten die Lehrer nur über diese Bewertungen und dabei stellte sich heraus, dass nicht alle Schüler sich bei jedem Lehrer gleich gut oder schlecht benehmen. „Es gab unterschiedliche Meinungen“, so die Direktorin Delia Lünenbürger. „Aber das hatte auch große Vorteile. So haben wir uns mit jedem einzelnen Schüler mal richtig auseinandersetzen und gegenseitig austauschen können.“

Objektiv bleiben

Die Schüler der 10 b hatten im Vorfeld einige Bedenken, obwohl sie prinzipiell für die Kopfnoten sind. „Eigentlich ist das so schon okay, solange die Lehrer, wie bei uns, objektiv sind“, erklärte Lydia Borchert. „Notengebung ist aber immer subjektiv“, meinte Can Ucar darauf. „Außerdem verhält man sich doch bei jedem Lehrer anders“, gab Sebastian Endris zu bedenken. Doch nicht nur die Notengebung an der eigenen Schule macht den Schülern Sorgen. „Wir haben gehört, dass einige Schulen Einheitsnoten geben. Das ist unfair“, erklärten sie. Schließlich wird an der Hauptschule Kirchhellen wirklich zensiert. Das könnte sowohl Vor- als auch Nachteile haben. „Wenn man gute Noten bekommt, kann der zukünftige Arbeitgeber direkt sehen, wie man arbeitet und ob man loyal ist“, meinte Sebastian Endris. „Andererseits hat man schlechte Chancen auf einen Ausbildungsplatz, wenn die Kopfnoten nicht so gut sind, obwohl das Zeugnis eigentlich in Ordnung ist“, so Zemiha Wieloch.

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