Das Bottroper Stenkhoffbad erhält 1,5 Millionen Euro an Fördermitteln. © Archiv

Land fördert Umbau des Stenkhoffbades mit 1,5 Millionen Euro

Im zweiten Anlauf hatte die Stadt Erfolg: Das Land NRW schießt für den Umbau des Bottroper Stenkhoffbades 1,5 Millionen an Fördergeldern hinzu. Davon soll nicht nur neu gebaut werden.

Freibad-Fans in Bottrop und Umgebung können sich über eine gute Nachricht freuen: Das Stenkhoffbad erhält vom Land 1,5 Millionen Euro. Dafür wird nicht nur neu gebaut, sondern auch die Barrierefreiheit verbessert.

Bereits 2018 hatte der Bäderbetrieb der Stadt einen Antrag auf Landesförderung gestellt. Dabei war die komplette Sanierung aller Einrichtungen des Bades für rund 8 Millionen Euro geplant. Der Antrag wurde jedoch abgelehnt. Während die Bottroper Bäder durch die Corona-Pandemie aktuell mit hohen Verlusten kämpfen, hat das Land NRW jetzt grünes Licht für die abgespeckten Umbaupläne des Stenkhoffbades gegeben.

Geld gibt es vom Städtebauförderprogramm sowie vom Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten. Der aktuelle Antrag des Bäderbetriebs legt den Schwerpunkt auf Maßnahmen, „die besonders vielen Menschen einen Zugang zur sportlichen Betätigung ermöglichen.“ Weiter heißt es, dass das Bottroper Stenkhoffbad mit 2.000 bis 3.000 Besuchern pro Tag in der Hauptsaison zwar beliebt sei, die Akzeptanz des Bades jedoch abnehme.

Schuld daran sei nicht nur das zum Teil Freibad-untaugliche Wetter, sondern vor allem auch der schlechte Zustand sowie die fehlende Barrierefreiheit der Gebäude. Der neue Plan sieht vor, das alte Gebäude samt Umkleiden und Toiletten abzureißen und ein neues Multifunktionsgebäude mit barrierefreien Toiletten, Duschen und Umkleiden zu bauen. Zusätzlich sollen damit neue Lagermöglichkeiten für den Förderverein geschaffen werden.

Wege ins Becken sollen barrierefrei werden

Auch der Eingangsbereich sowie zwei Beckenzugänge sollen durch Rampen barrierefrei werden. Mit kalkulierten knapp 1,9 Millionen Euro Kosten sind die Maßnahmen deutlich günstiger als die 2018 beantragte Komplettsanierung mit Kosten von rund 8 Millionen Euro. 1,5 Millionen Euro werden nun aus Fördermitteln bezahlt. Das ist die Summe, die maximal beantragt werden kann.

Noch nicht in den 1,9 Millionen Euro inbegriffen ist die Ersetzung der alten Solarabsorber-Anlage. Der Bäderbetrieb geht jedoch nicht davon aus, dass die Kosten für eine neue Erwärmungsanlage die im Haushalt der Stadt eingeplanten 2,3 Millionen Euro für das Projekt Stenkhoffbad überschreiten werden.

Das Städtebauförderprogramm 2021 umfasst insgesamt 294 Projekte in 214 Städten und Gemeinden in NRW. Dafür stehen rund 368 Millionen Euro aus Mitteln des Landes NRW, des Bundes und der Europäischen Union bereit. Bestandteil des Programms ist auch der Investitionspakt Sportstätten. Hier können sich neben dem Bottroper Stenkhoffbad 59 weitere Projekte über insgesamt 33 Millionen Euro freuen.

Über die Autorin
Redaktion Dorsten
Ich bin gebürtige Dorstenerin, lebe und arbeite hier. Dorsten und vor allem die Menschen der Stadt liegen mir sehr am Herzen. Wichtig sind mir jedoch auch die Kirchhellener. Seit mehreren Jahren darf ich über den kleinen Ort berichten und fühle mich daher sehr mit dem Dorf verbunden. Menschen und ihre Geschichten, Bildung und Erziehung – das sind Themen, die mir wichtig sind. Und das liegt nicht nur daran, dass ich zweifache Mutter bin.
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Manuela Hollstegge

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