Lockdown - Stadt Bottrop kontrolliert verstärkt im Einzelhandel

Coronavirus

Der bundesweite Lockdown hat natürlich auch für Bottrop gravierende Folgen. Unter anderem will die Stadt verstärkt im Einzelhandel kontrollieren. Aber nicht nur das.

Bottrop, Kirchhellen

von Dorstener Zeitung

, 14.12.2020, 11:19 Uhr / Lesedauer: 2 min
Im Rahmen der Schwerpunktkontrollen in den nächsten zwei Wochen sollen insbesondere das Tragen von Mund-Nase-Schutz, Kontaktbeschränkungen und Abstandsregeln überprüft werden.

Im Rahmen der Schwerpunktkontrollen in den nächsten zwei Wochen sollen insbesondere das Tragen von Mund-Nase-Schutz, Kontaktbeschränkungen und Abstandsregeln überprüft werden. © Stadt Bottrop

Über den Städtetag hat die Stadtverwaltung am Wochenende ein Erlass des Landesgesundheitsministeriums mit der Aufforderung erreicht, verstärkte Kontrollen im Einzelhandel aufgrund der sich zuspitzenden Corona-Situation vorzunehmen. Deshalb hat Krisenstabsleiter Paul Ketzer den personell auf 15 Personen verstärkten Kommunalen Ordnungsdienst beauftragt, in den kommenden Tagen vermehrt Kontrollen im Bereich des Einzelhandels durchzuführen. Der entsprechende Landeserlass trägt den Titel „Konsequente Umsetzung infektionssicherer Weihnachtseinkäufe“.

Kontrollen im Einzelhandel

Im Rahmen der Schwerpunktkontrollen in den nächsten zwei Wochen sollen insbesondere das Tragen von Mund-Nase-Schutz, Kontaktbeschränkungen und Abstandsregeln überprüft werden. Mit Verweis auf den Erlass ist auch die Polizei kontaktiert und um Mithilfe ersucht worden.

Das bedeutet der Lockdown für Schulen und Kitas

Wegen der steigenden Corona-Infektionszahlen - die aktuelle Corona-Inzidenz hat in Bottrop die 200er-Marke gerissen und liegt bei 203,3 - sind nicht nur die Schulen aufgefordert, den Betrieb deutlich zu reduzieren. Das Landesministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration hat alle Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegestellen angewiesen, den Betrieb vom 14. Dezember bis zum 10. Januar auf ein Minimum zu reduzieren. Entsprechend ergeht ein dringender Appell an alle Eltern in Bottrop, mit Blick auf die anstehenden Weihnachtsferien und den zu erwartenden „Lockdown“ das Kita-Angebot nur zu nutzen, „wenn es absolut notwendig ist!“.

In der ministeriellen Mitteilung heißt es weiter: „Die Weihnachtszeit und die Zeit zwischen den Jahren sind für viele Familien ohnehin arbeitsfreie Tage. Wir bitten alle Eltern: Machen Sie von allen anderen Möglichkeiten Gebrauch, Beruf und Betreuung zu vereinbaren und bringen Sie ihr Kind nicht in die Betreuung!“

Kein generelles Betretungsverbot

Die Angebote der Kindesbetreuung würden aber nicht generell geschlossen, es werde kein Betretungsverbot (wie im Frühjahr) ausgesprochen. Es gelte weiter die Betreuungsgarantie, dass Kinder, für die der Besuch in ihrem Kindertagesbetreuungsangebot unverzichtbar sei, dieses Angebot auch erhalten sollen.

Krisenstabsleiter Paul Ketzer verdeutlicht: „Durch diese Vorgehensweise sollen Kontakte vermieden und die Kitas (respektive deren Personal) entlastet werden. Das Betreuungsangebot besteht allerdings zunächst unvermindert weiter.“

Nur als Ultima Ratio, wenn alle andere Möglichkeiten ausgeschöpft seien und die Leitung der jeweiligen Einrichtung sowie die Leitung des Trägers gemeinsam zu der Einschätzung gelangten, dass es ohne eine Reduzierung um bis zu sechs Wochenstunden einfach nicht mehr gehe, „wird das Betreuungsangebot gekürzt werden“, so Ketzer. Eine solche Reduzierung bedürfe dann aber auch noch in jedem Einzelfall der Abstimmung mit dem städtischen Jugendamt.

Auswirkungen auf die Politik

Der erneute Corona-„Lockdown“ hat auch Auswirkungen auf die Bottroper Politik: Oberbürgermeister Bernd Tischler und Krisenstabsleiter Paul Ketzer haben mit den jeweiligen Ausschuss-Vorsitzenden vereinbart, dass der für den 15. Dezember angezielte Bau- und Verkehrsausschuss, der für den 16. Dezember vorgesehene Schulausschuss sowie der noch für den 17. Dezember geplante Wirtschaftsförderungsausschuss nicht stattfinden und in den Januar verschoben werden. Bei der für Montag (14. Dezember) angesetzten Sitzung des politischen Ältestenrates will die Stadtverwaltung den Fraktions- und Gruppenvertretern vorschlagen, auch die weiteren Gremiensitzungen des Rates vorerst auszusetzen und frühestens Mitte Januar über die weiteren Terminfestlegung zu entscheiden.

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