Männer kochen: Was sind das für Kräuter?

KIRCHHELLEN Rosenkohlrahmsuppe mit geröstetem Pumpernickel, Feldsalat mit Käse und Speck, Knusprige Bratkartoffeln, Roastbeef mit Kräutern und Diplomatencreme: Da läuft einem das Wasser im Mund zusammen.

von Von Yvonne Dziabel

, 20.01.2008, 16:21 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dies ist keine Zusammenstellung aus einem Restaurant, sondern die Speisekarte beim "Männer kochen für ihre Frauen" der Kolpingsfamilie.

Einmal im Quartal mutieren die Männer nämlich zu wahren Meisterköchen. Mit Messern, Kochlöffeln, Pfannen und Töpfen bewaffne,,t treffen sie sich im Pfarrheim St. Johannes, um ihre Frauen richtig zu verwöhnen. "Einer sucht die Rezepte aus und die Regel ist ganz einfach: Es darf nicht gemeckert werden über zu komplizierte Gerichte oder zu viel Arbeit", erklärte Dr. Klaus Peters.

Am Freitagabend trafen sich zehn Männer in der Küche und teilten sich zunächst auf, denn das Sprichwort "zu viele Köche verderben den Brei" trifft auch hier zu. Eine Gruppe kümmerte sich also um die Suppe, eine andere um den Salat, die Hauptspeise war auch gut besetzt, nur an der Diplomatencreme stand Hans-Dieter Hallmann alleine. Einer der Mitstreiter hatte kurzfristig abgesagt und so kam es zu dem Engpass. Doch davon lassen sich die geübten Hobbyköche natürlich nicht einschüchtern. Hallmann rannte zwischen Wasserbad und Rezept hin und her. Immer mit der Frage auf den Lippen: "Was brauche ich als nächstes?"

Meckern gilt nicht

Hinter ihm hatten es sich Johannes Ovelgünne und Dr. Klaus Peters gemütlich gemacht. Sie schauten etwas verzweifelt auf den riesigen Berg Feldsalat, der noch geputzt und gerissen werden wollte. Doch meckern gilt nicht, also machten sich die beiden an die Arbeit. Neben ihnen waren Wilfried Heuzeroth und Heinz Winkler schon dabei, den Rosenkohl zu säubern und zu halbieren. "Der wird hinterher sowieso püriert", grinsten sie.

An der Fleischfront guckte Dieter Kuhfuß etwas skeptisch auf die verschiedenen Kräuter, die hinterher dem Roastbeef den würzigen Mantel geben sollten. "Was ist das denn?", fragte er etwas irritiert. "Steht doch drauf", lautete die Antwort von der anderen Seite. Das grüne Zeug entpuppte sich als Thymian und wurde zur Strafe direkt zerkleinert.

Wer so viel arbeitet, muss sich auch mal was gönnen. Und so gab es zwischen dem "stressigen" Kochen auch ein Bierchen oder Schnäpschen, schließlich musste angestoßen werden auf Wilfried Heuzeroth, der mit seiner Frau Goldene Hochzeit gefeiert hatte und deshalb die Getränke des Abends sponserte.

Tagsüber gefastet

Apropos Frau: Die Damen warteten schon sehnsüchtig im Nebenzimmer auf das Essen. Die Tische waren im Vorfeld schön gedeckt worden und die Vorfreude beim weiblichen Geschlecht stieg. "Ich habe schon den ganzen Tag gefastet, deshalb freue ich mich richtig darauf", meinte Roswitha Glettenberg. Die Damen wurden nicht enttäuscht. Das Essen duftete herrlich und schien auch so zu schmecken, denn man hörte ein bewunderndes "Hmmmmm" im Raum.

 

Lesen Sie jetzt