Coronavirus

Ministerium untersagt Impfaktion für 12- bis 15-Jährige im Impfzentrum

Das NRW-Gesundheitsministerium hat der Stadt Bottrop untersagt, Kinder und Jugendliche (12 bis 15 Jahre) im Impfzentrum zu impfen. Über 16-Jährige können am Montag ohne Termin kommen.
Das Impfzentrum in Bottrop hat sein Impfangebot erweitert. © Petra Berkenbusch

Freie Kapazitäten im Impfzentrum wollte die Stadt Bottrop nutzen, um am kommenden Montag (12.7.) Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 15 Jahren ein Impfangebot zu machen. Impfungen für diese Personengruppe könnten aufgrund einer Anweisung des NRW-Gesundheitsministeriums nun doch nicht durchgeführt werden, teilte die Stadtverwaltung am Mittwochnachmittag mit, nachdem sie den Termin schon öffentlich kommuniziert hatte.

„Leider sind die finalen Abstimmungsgespräche zwischen dem Bundesministerium für Gesundheit, der Ständigen Impfkommission und den zuständigen Landesministerien zu keinem Abschluss gekommen“, so die Stadt Bottrop. „Daher besteht aktuell nur die Möglichkeit, sich bei einem Kinder- und Jugendarzt impfen zu lassen.“

Die freien Kapazitäten am Montag (12.7.) sollen nun für einen „Tag der offenen Tür ohne Terminvereinbarung“ für alle Personen ab 16 Jahren genutzt werden.

Keine generelle Empfehlung der STIKO

Die Europäische Kommission hat den Impfstoff des Herstellers Biontech Ende Mai auch für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren zugelassen. Eine generelle Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) für Kinder ab 12 Jahren gibt es bislang nicht. Hintergrund ist, dass 12- bis 17-Jährige ohne Vorerkrankungen nur selten schwer an Covid-19 erkranken. Todesfälle gab es bislang nur vereinzelt und nur bei Kindern und Jugendlichen mit schweren Vorerkrankungen.

Die STIKO empfiehlt eine Corona-Schutzimpfung besonders gefährdeten Kindern und Jugendlichen mit bestimmten Vorerkrankungen. Unter anderem zählen dazu Adipositas, angeborene Herzfehler, chronische Lungenerkrankungen und Trisomie 21. Unabhängig davon sind Impfungen als individuelle Entscheidungen von Eltern, Kindern und Ärzten möglich.

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