Montessori-Kinderhaus ist offiziell eröffnet

Schlüsselübergabe

Der Schlüssel zum Neubau am Tappenhof wurde am Freitag offiziell übergeben. Die Begeisterung war sehr groß – nur ein Wermutstropfen bleibt noch.

Kirchhellen

von Von Jennifer Riediger

, 05.01.2018, 18:35 Uhr / Lesedauer: 2 min
Montessori-Kinderhaus ist offiziell eröffnet

Der Schlüssel wird von Stephan Patz, Geschäftsführer der Gesellschaft für Bauen und Wohnen, und Oberbürgermeister Bernd Tischler symbolisch an die Leitung des Montessori-Kinderhauses, Andrea Sareyka, übergeben. © Foto: Jennifer Riediger

Als Andrea Sareyka im Kindergarten an der Horsthofstraße anfing, hörte sie oft: „Wir bleiben nicht lange hier.“ Rund 20 Jahre ist das her. „Und dass wir wirklich irgendwann umziehen, haben wir nicht mehr gehofft.“ Umso größer war die Freude bei der Leiterin des Montessori-Kinderhauses, als sie am Freitag offiziell den Schlüssel für den neuen Kindergarten am Tappenhof entgegennahm.

„Es ist ein wunderschönes Haus“, schwärmte sie von ihrem neuen Arbeitsplatz und bedankte sich, dass sie und ihre Kolleginnen bei den Ausführenden, allen voran bei Bauleiter Ralf Hutmacher und der Gesellschaft für Bauen und Wohnen (GBB), immer auf offene Ohren gestoßen seien. „Wir konnten unsere Ideen, Erfahrungen und Vorstellungen mit einfließen lassen. Wann hat man das schon mal? Das war eine großartige Zusammenarbeit.“

„Optimale Versorgung“

Glücklich und stolz auf das Ergebnis zeigte sich auch Oberbürgermeister Bernd Tischler. „Wir sind der optimalen Versorgung der Kinder in Kirchhellen einen großen Schritt näher gekommen.“

FOTOSTRECKE
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Schlüsselübergabe am Montessori-Kinderhaus

Auf das Montessori-Kinderhaus sind alle Verantwortlichen mächtig stolz. Kinder, Erzieher und Eltern freuen sich über das neue Gebäude.
05.01.2018
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Auf das Kommando von der stellvertretenden Leiterin, Petra Klein, lassen die Kinder die Luftballons steigen.© Foto: Jennifer Riediger
Luftballons mit guten Wünschen steigen in die Luft.© Foto: Jennifer Riediger
Der gemütliche Snoezelen-Raum© Foto: Jennifer Riediger
Die Zeitröhre, in der u.a. Fotos als Erinnerungen gesammelt wurden, wird vor dem neuen Haus verbuddelt. Die Kinder helfen kräftig mit.© Foto: Jennifer Riediger
Einer der neuen Schlafräume© Foto: Jennifer Riediger
Die neuen Toiletten im Montessori-Kinderhaus.© Foto: Jennifer Riediger
Andrea Sareyka erinnert sich noch gut an ihren Arbeitsbeginn im Kindergarten vor 20 Jahren, als es hieß: "Wir bleiben nicht lange an der Horsthofstraße."© Foto: Jennifer Riediger
Der Schlüssel wird übergeben. "Aber irgendwie seid ihr vorher hier schon reingekommen", sagt Stephan Patz lachend, weil die Kinder schon am 15. Dezember ihr neues Haus bezogen haben.© Foto: Jennifer Riediger
Andrea Sareyka zeigt, was in die Zeitröhre kommt.© Foto: Jennifer Riediger
Die Kinder singen das Lied "Ich kenn ein Haus" von Rolf Zuckowski.© Foto: Jennifer Riediger
Die neuen Toiletten im Montessori-Kinderhaus.© Foto: Jennifer Riediger
Der Schlüssel wird von Stephan Patz, Geschäftsführer der Gesellschaft für Bauen und Wohnen, und Oberbürgermeister Bernd Tischler symbolisch an die Leitung des Montessori-Kinderhauses, Andrea Sareyka, übergeben.© Foto: Jennifer Riediger
Auf das Kommando von der stellvertretenden Leiterin, Petra Klein, lassen die Kinder die Luftballons steigen.© Foto: Jennifer Riediger

GBB-Geschäftsführer Stephan Patz freute sich über so viel Lob für den ersten Kita-Bau, den das Unternehmen verwirklicht hat – vor allem von den 79 Kindern, die schon am 15. Dezember in die Einrichtung eingezogen sind. „Mir gefällt alles“, befand Mika nach langem Nachdenken. „Mir besonders die Puppenstube“, meinte Xenia.

Erzieherinnen und Eltern begeistern vor allem die hellen Räume, die großzügig gestalteten Bäder, Spiel- und Schlafräume und der gemütliche Snoezelen-Raum. „Das ist unheimlich schön geworden“, sagt Mutter Kathrin Borgemeister, vor allem im Vergleich zu dem 1974 eröffneten Kindergarten an der Horsthofstraße. Einziger Wermutstropfen: Das Außengelände ist noch ein einziges Schlammfeld, das maximal zum Matschen einlädt. „Wir wollen im Februar damit fertig sein“, sagt Stephan Patz. Das Wetter hätte verhindert, dass die Kinder jetzt schon draußen spielen könnten.

Zeitröhre verbuddelt

Durch den aufgeweichten Boden fiel es Leiterin Andrea Sareyka aber leicht, ein Loch vor den Kindergarten zu graben und die Zeitröhre, die zum 40-jährigen Bestehen 2014 am alten Standort eingelassen wurde, am neuen Standort einzugraben. Darin befinden sich Erinnerungen aus den letzten Jahrzehnten. „Denn das ist unsere Geschichte.“ Und ein Bild von allen Kindern am neuen Standort. „Denn das ist die Zukunft.“

800 Quadratmeter groß ist das Gebäude. Der große Flur kann durch Falttüren mit dem Mehrzweckraum zu einem 110 Quadratmeter großem Saal verbunden werden. Mit dimmbaren Wandleuchten entsteht so zum Beispiel ein Raum für Übernachtungspartys und die Theateraufführungen an Karneval. Es gibt Schmutzschleusen für schmutzige Kinderstiefel, einen Raum für sandiges Außenspielzeug. Niedrigenergiehaus-Standard: Es gibt eine Luft-Wärme-Pumpe, Fußbodenheizung und Fotovoltaikanlage. Vier Gruppen: Es gibt eine Gruppe von zehn Kindern im Alter von 0 bis drei Jahren, zwei Gruppen mit je 20 Kindern im Alter von zwei bis sechs Jahren und eine Gruppe mit 25 Kindern im Alter von drei bis sechs Jahren. Derzeit besuchen statt 75 aber 79 Kinder die Einrichtung wegen der hohen Anmeldezahlen.
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