Die Feuerwache in Kirchhellen wird neu gebaut. Die Stadt Bottrop sagt klar, dass sie aktuell nur den Standort an der Rentforter Straße im Blick hat. © privat
Feuerwache

Neue Feuerwache: Stadt prüft keine anderen Standorte mehr

Die Grünen wollten wissen, wie es um die Pläne zum Neubau der Kirchhellener Feuerwache steht, die Verwaltung hat geantwortet und überrascht mit ihrer Deutlichkeit.

Sachgerecht, transparent und bürgernah – so wünschen sich die Grünen die Suche nach einem Standort für die neue Kirchhellener Feuerwache. Im Vorfeld der Sitzung der Bezirksvertreter am 19. März hat der Ortsverein daher einige Fragen an die Verwaltung gerichtet. Die Deutlichkeit der Antworten überrascht.

Wissen möchten die Grünen zum Beispiel, ob die Verwaltung in Bottrop auch andere Standorte weiterhin prüft – beispielsweise Flächen „Im Pinntal“ und wie weit die Verhandlungen über einen möglichen Grundstückstausch an der Rentforter Straße bereits gediehen sind.

Außerdem fragen die Grünen in ihrem Antrag, ob schon Gutachten für dieses Gebiet in Auftrag gegeben worden sind und wie der weitere zeitliche Ablauf der Planung aussieht. Während viele Anwohner sehr kritisch auf den Standort an der Rentforter Straße blicken, hatte sich die Kirchhellern Wehr in ihrem Jahresbericht ganz klar für diesen Standort ausgesprochen.

Die Verwaltung verweist auf den Ratsbeschluss vom Februar 2020. Die dort mehrheitlich von den politischen Gremien befürwortete Beschlussvorlage weise den Standort an der Rentforter Straße als die beste Lösung für einen Neubau der Kirchhellener Wache aus. Daraufhin sei sowohl der Kauf des Grundstücks als auch das Bauleitplanverfahren eingeleitet worden.

Stadt sieht keinen Anlass, andere Standorte zu prüfen

„Vor dem Hintergrund dieser eindeutigen Beschlusslage besteht kein Anlass, andere Standorte weiter zu prüfen“, schlussfolgert die Verwaltung. Stattdessen konzentriere man sich darauf, die Planung am ausgewählten Standort so zu verbessern, dass die „Auswirkungen auf die Umgebung“ minimiert werden. So deutlich hatte die Verwaltung anderen Standorten zuvor noch keine Absage erteilt. Die von den Grünen ins Spiel gebrachten Grundstücke im Gewerbegebiet „Im Pinntal“ seien, so heißt es weiter, zudem wegen ihrer Lage und dem damit verbundenen sehr weiten Weg nach Grafenwald nicht geeignet.

Die Gespräche mit den Eigentümern bezüglich eines Grundstückstauschs, der die Wache direkt an die Rentforter Straße rücken ließe, seien indes noch nicht abgeschlossen. Für das gekaufte Grundstück sei jedoch bereits eine Baugrunduntersuchung durchgeführt worden. Zudem sei eine Machbarkeitsstudie zum Thema Lärm in Auftrag gegeben worden.

Weitere Gutachten, so erklärt es die Verwaltung, könnten erst dann vergeben werden, wenn die exakte Lage und Ausrichtung der Wache feststehe. Somit sei die zeitliche Planung ebenfalls von den Grundstücksverhandlungen rund um den möglichen Tausch abhängig. Wenn die Gutachten vorliegen würden, werde ein erster Vorentwurf für den Bebauungsplan erarbeitet. Dieser werde dann den Ausschüssen vorgelegt. „Selbstverständlich ist die Planung im weiteren Verfahren auch intensiv mit der Öffentlichkeit zu diskutieren“, heißt es zum Abschluss.

Über die Autorin
Redaktion Dorsten
Ich bin gebürtige Dorstenerin, lebe und arbeite hier. Dorsten und vor allem die Menschen der Stadt liegen mir sehr am Herzen. Wichtig sind mir jedoch auch die Kirchhellener. Seit mehreren Jahren darf ich über den kleinen Ort berichten und fühle mich daher sehr mit dem Dorf verbunden. Menschen und ihre Geschichten, Bildung und Erziehung – das sind Themen, die mir wichtig sind. Und das liegt nicht nur daran, dass ich zweifache Mutter bin.
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Manuela Hollstegge

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