KiKxxl betreibt Call-Center

Neuer Mieter im Bottroper RAG-Gebäude lebt von Kommunikation

Wo früher die Ruhrkohle AG ihre Verwaltung betrieb, am Gleiwitzer Platz in Bottrop, wird demnächst als erster neuer Mieter ein Kommunikationsdienstleister ein Call-Center betreiben.
Das ehemalige RAG-Gebäude am Gleiwitzer Platz steht teilweise unter Denkmalschutz. Erster Mieter wird das Kommunikationsunternehmen KiKxxl sein. © KiKxxl

Es war jahrzehntelang das RAG-Gebäude. Jetzt wird aus dem Gebäude am Gleiwitzer Platz direkt am Bottroper Pferdemarkt das „Bauknecht-Quartier“. Namensgeber ist die neue Besitzerin, die Bauknecht Real Estate GmbH aus Baden-Württemberg.

Schon Anfang August will der Kommunikationsdienstleisters KiKxxl den Betrieb aufnehmen. Auf einer Grundfläche von 1.500 Quadratmetern sollen hier bis zu 250 Arbeitsplätze in der Call-Center-Branche entstehen. Zunächst werden allerdings 50 Mitarbeiter in 30 Containern auf dem Gelände starten, denn der Umzug in das renovierte Gebäude wird nicht vor Januar 2022 möglich sein.

Optimale Ergänzung zu drei Ruhrgebiets-Niederlassungen

Der neue Standort im Bauknecht-Quartier bietet laut Geschäftsführer Erden Yilrim eine optimale Ergänzung zu den drei weiteren Niederlassungen im Ruhrgebiet, ein stadtnahes Umfeld mit guter Anbindung und genügend Potenzial zur Mitarbeiterakquise.

Wie Geschäftsführer und Firmengründer Andreas Kremer berichtet, soll Bottrop als Vertriebs- und Service-Standort unter anderem für ein großes deutsches Telekommunikationsunternehmen aufgebaut werden. Die Entscheidung für das Bauknecht-Quartier als Standort sei den Unternehmenschefs leichtgefallen.

Alle KiKxxl-Standorte im Ruhrgebiet sind in einer exponierten Lage, zum Beispiel im Jahrhunderthaus in Bochum, in der ehemaligen Zeche Minister Stein in Dortmund und im Vest-Quartier in Recklinghausen. Auch in Bottrop hat sich das Unternehmen eine Landmarke der Industriekultur ausgesucht.

Die denkmalgeschützte Fassade aus dem Jahr 1955 wurde saniert und teilweise in den ursprünglichen Zustand zurückversetzt. Die Fassade des angrenzenden Gebäudes aus den 1970er-Jahren wird derzeit komplett neugestaltet. Die Bauknecht Real Estate wird in der Stadt zwischen 15 und 20 Millionen Euro investieren.

Arbeitsplätze für Menschen aus der Region

Die Zukünftigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen auch aus der Region kommen. Bei KiKxxl arbeiten Menschen aus rund 30 Nationen zusammen. 2017, 2019 und 2021 wurde das Unternehmen mit dem ersten Platz beim Top Job Award ausgezeichnet. Neben den vier Standorten im Ruhrgebiet unterhält der Kommunikationsdienstleister seinen Hauptsitz in Osnabrück sowie einen weiteren Standort in Bremen. Mit Prishtina und Peja gibt es zwei weitere Niederlassungen im Kosovo.

Seit der Gründung durch Andreas Kremer im Jahr 1999 mit nur zwei Mitarbeitern beschäftigt KiKxxl heute über 2.400 qualifizierte Mitarbeiter. Als einer der größten Telekommunikationsdienstleister Deutschlands betreut das Contact-Center seit über 20 Jahren die Kunden und Interessenten namhafter Unternehmen wie Deutsche Telekom, Vodafone, mobilcom-debitel, EWE TEL, Tchibo oder Flixbus.

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