Neues Baugebiet „Hohes Feld/ Am Kuhberg“ - Feldhausen soll weiter wachsen

Baugebiet

Die Stadt möchte durch die Bebauung des Bereichs Hohes Feld/Am Kuhberg den Bedarf an Wohnraum in Feldhausen decken. Auch Sozialwohnungen sind geplant.

Feldhausen

, 04.09.2019, 10:45 Uhr / Lesedauer: 2 min
Neues Baugebiet „Hohes Feld/ Am Kuhberg“ - Feldhausen soll weiter wachsen

Innerhalb dieser drei Flurstücke soll das Baugebiet entstehen. © Stadt Bottrop

Während am Gertskamp in Feldhausen das Baugebiet mit seinen 45 Einfamilienhäusern bereits größtenteils Realität geworden ist, gibt es das Baugebiet Hohes Feld/Am Kuhberg bislang nur auf dem Papier. Fast 66.000 Quadratmeter umfasst das Gebiet, rund 38.000 Quadratmeter davon sollen Wohngebiet werden. Geplant sind 60 Wohneinheiten - 40 in Einfamilien-, 20 in Mehrfamilienhäusern.

Die Volksbank hat im Juli für die Flächen zwischen Dorstener Straße, den Straßen Am Kuhberg, Hohes Feld und Grüner Weg sowie für Flächen östlich der Straße Hohes Feld in Feldhausen die Einleitung eines Bebauungsplanverfahrens beantragt. Das geht aus einer Beschlussvorlage des Stadtplanungsamtes hervor.

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In dieser Ecke soll ein neues Wohngebiet entstehen - an der Dorstener Straße Mehrfamilienhäuser, dahinter zwei Gruppen mit Reihenhäusern sowie an der Straße Hohes Feld freistehende Einfamilienhäuser. Die Stadt möchte außerdem noch weitere Flächen wie die umliegenden Straßenparzellen (außer der Dorstener Straße), Bestandsgrundstücke zwischen den Entwicklungsflächen sowie Flächen auf der östlichen Seite der Straße Hohes Feld in das Planverfahren mit einbeziehen.

Besiedlung in Feldhausen soll verdichtet werden

Die zügige Umsetzung des Bebauungsplans Gertskamp habe gezeigt, dass es in Feldhausen eine große Nachfrage nach Wohnraum gebe, heißt es in der Beschlussvorlage sowie: „Mit dem Bebauungsplan sollte für die Splittersiedlung zwischen Am Kuhberg und Lippweg eine städtebaulich geordnete Innenverdichtung eingeleitet werden.“ Es sei zudem zu prüfen, ob sich das Gebiet eigne, um öffentlich geförderten Mietwohnungsbau umzusetzen.

Die vorgestellten Planungen im Überblick:

Westliche Fläche (angrenzend an die Dorstener Straße): Dieser Bereich soll über die Straßen Am Kuhberg sowie Grüner Weg erschlossen werden. Parallel zur Dorstener Straße sind drei Mehrfamilienhäuser mit jeweils rund sieben Wohneinheiten mit zwei Geschossen (zzgl. ausgebauten Dachgeschossen) geplant. Nach Osten anschließend sollen zwei kleinere Hausgruppen mit vier beziehungsweise fünf Einfamilienwohnhäusern entstehen. Die 30 Wohneinheiten sollen öffentlich gefördert werden.

Mittlere und östliche Fläche: An dieser Stelle sollen frei stehende Wohnhäuser mit einem Hauptgeschoss sowie ausgebautem Dachgeschoss entstehen. Erschlossen wird über die Straßen Am Kuhberg, Grüner Weg und Hohes Feld. Östlich der Straße Hohes Feld könnten zusätzlich fünf frei stehende Wohnhäuser errichtet werden.

Eine bereits 2014 im Zuge der Bebauung „Gertskamp“ erstellte Verkehrsprognose sagt aus, dass der zusätzliche Verkehr ohne bauliche Änderungen aufgenommen werden kann. Empfohlen wird jedoch, die Straße Hohes Feld zur Wohnstraße auszubauen.

Anschluss an das Mischwasserkanalnetz der Stadt

Die Schmutzwasserentwässerung ist mit Anschluss an das vorhandene Mischwasserkanalnetz der Stadt Bottrop vorgesehen, die Niederschlagswasserbeseitigung soll mit Anschluss an den Regenwasserkanal „Gertskamp“ erfolgen. In der Bezirksvertretung wurde das Vorhaben am Dienstag vorwiegend positiv aufgenommen. Allerdings warnte Bezirksvertreter Norbert Honert (CDU) davor, das Niederschlagswasser über den Gertskamp zum Schölsbach abzuleiten. Der sei schon jetzt bei Starkregen überlastet.

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Ein Umwelt-Screening verdeutlicht, dass hauptsächlich Acker und Grünland durch die Bauten versiegelt wird. Durch Hecken, Straßenbäume und Versickerungsmulden soll die Strukturvielfalt in diesem Bereich nach der Bebauung höher sein als vorher. Der von den Baumaßnahmen betroffene Steinkauz soll Ausgleichsflächen östlich des Planungsgebietes erhalten.

Öffentlichkeit wird im nächsten Schritt beteiligt

In einem nächsten Schritt soll die Öffentlichkeit beteiligt werden. Bodengutachten, Verkehrsgutachten sowie eine Artenschutzprüfung stehen noch aus. Letztendlich entscheidet der Rat.

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