An der Gahlener Straße in Kirchhellen bedrohte der aufgestaute Breilsbach die angrenzenden Höfe. © Feuerwehr Bottrop
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„Nur“ rund 50 Einsätze: Kirchhellen kommt glimpflich davon

Horrormeldungen wegen Überflutungen, unter anderem aus dem Rhein-Sieg-Kreis, erschüttern aktuell das ganze Land. Nach dem angekündigten Starkregen zieht man auch in Kirchhellen Bilanz.

Wirft man einen Blick auf die Krisengebiete in NRW wird schnell klar: In Kirchhellen war es verhältnismäßig ruhig. Nachdem im Dorf bereits am 4. Juli mit den Folgen des Starkregens gekämpft wurde, bangten die Einwohner auch am Mittwoch (14. Juli) um ihr Hab und Gut.

Feuerwehr Bottrop zieht Bilanz nach dem Starkregen

„Rechnet man die Einsätze vom 4. und 14. Juli zusammen, liegen wir insgesamt bei ungefähr 50“, berichtet Michael Duckheim von der Feuerwehr Bottrop. „Am 4. Juli hat es Kirchhellen härter getroffen, am 14. waren die Einsätze auf das gesamte Stadtgebiet verteilt. Entsprechend waren auch die Freiwilligen Feuerwehren Kirchhellen, Grafenwald und Feldhausen zusätzlich vor Ort. Das klingt natürlich hart für diejenigen, die von vollgelaufenen Kellern betroffen sind, aber Kirchhellen ist recht glimpflich davongekommen.“

In Kirchhellen waren hauptsächlich die üblichen Einsatzstellen betroffen: die Gahlener Straße, „Am Alten Postweg“ und die Heinrich-Hertz-Straße. „Bei Starkregen sind das regelmäßig Einsatzschwerpunkte“, so Duckheim. „Meist waren dort Keller vollgelaufen, aber an diesen Stellen wissen sich die Anwohner schon im Vorfeld mit Sandsäcken und Ähnlichem zu helfen. Insgesamt ist nichts Außergewöhnliches vorgefallen.”

Nicht immer kann bei vollgelaufenen Kellern geholfen werden

Vollgelaufene Keller sind sehr ärgerlich für betroffene Haushalte, doch nicht immer kann die Feuerwehr helfen. „Wir können eigentlich nur unterstützen, wenn es sich um Wassermengengen ab 15 Zentimetern handelt. Die Pumpen helfen bei einem niedrigeren Wasserstand leider nicht“, weiß Michael Duckheim.

Auch das THW Gladbeck/Dorsten war unterstützend vor Ort und half der Feuerwehr sowie den Landwirten bei den Pumparbeiten. © THW Gladbeck/Dorsten © THW Gladbeck/Dorsten

Wo definitiv geholfen werden konnte und wo die Feuerwehr zudem auf zusätzliche Hilfe angewiesen war, war die Gahlener Straße auf Höhe der neuen Brücke am vergangenen Mittwoch. Dort bedrohte der aufgestaute Breilsbach die angrenzenden Höfe, denn die anliegende Weidefläche und die Straßen waren bereits überflutet. Hier unterstützten mehrere Landwirte mit leistungsfähigen Güllepumpen die Feuerwehr und auch das Technische Hilfswerk Ortsverband Gladbeck/Dorsten war vor Ort.

Bottrop und Kirchhellen auch im Rhein-Sieg-Kreis eingesetzt

Am Mittwochabend dann die Alarmierung „VüH“: Vorgeplante überörtliche Hilfe. Gemeinsam mit dem Kreis Borken stellten die Berufsfeuerwehr Bottrop, Bottroper Ortswehren und auch die Freiwillige Feuerwehr Kirchhellen insgesamt 125 Mann zur Unterstützung im Hochwassergebiet im Rhein-Sieg-Kreis.

Auch, wenn Betroffene hier vor Ort zweifellos durchaus Schäden zu verzeichnen haben, ist die Bilanz der Feuerwehr positiv: Es konnten genügend Kapazitäten abgerufen werden, um in Bottrop und Kirchhellen zu helfen, aber auch um zusätzliche Unterstützung in Krisengebiete schicken zu können.

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