Der Schulalltag nimmt Fahrt auf - Lehrer und Schüler freuen sich über den Präsenzunterricht. © Aileen Kurkowiak
Coronavirus

Präsenzunterricht: An den Schulen herrscht fast wieder Alltag

Nach monatelanger Umstellung zwischen Distanzlernen und Wechselunterricht begann vergangenen Montag wieder der reguläre Präsenzunterricht an vielen Schulen in NRW, auch in Kirchhellen.

Voraussetzung dafür ist eine stabile Sieben-Tage-Inzidenz unter 100. Die aktuellen Zahlen der Stadt Bottrop sprechen dafür, dass der Präsenzunterricht bis zu den Sommerferien durchgeführt werden kann.

Die erste Woche Präsenzunterricht hat an den Schulen in Kirchhellen stattgefunden. Gefüllte Klassenräume, hohe Laustärkepegel, fröhliche Gesichter sind die Aspekte, an die Lehrer denken, wenn sie sich an die vergangene Woche zurückerinnern. Der Schulalltag ist zwar nach wie vor von Pandemie-bedingten Regelungen beeinflusst, aber der Regelbetrieb lässt sich allmählich erahnen.

Neuer Alltag an der Gregorschule

Schulleiter Gregor Fontein berichtet von dem neuen Alltag an der Gregorschule: „Es ist für alle eine Umstellung, für die Kinder und das Lehrpersonal. Hauptsächlich freuen sich aber alle. Die große Anzahl Kinder stellt einen aber auch vor neue Herausforderungen.“ Nach wie vor werden an den Schulen zweimal die Woche verbindliche Testungen durchgeführt. Jeden Morgen um 6 Uhr kontrolliert der Schulleiter die Ergebnisse.

„Mit Wechselunterricht waren die Umstände kontrollierbarer“

Er sieht die Herausforderung darin, alle Eltern zeitnah zu erreichen, sollte einer der Tests positiv ausfallen. „Mit Wechselunterricht waren die Umstände kontrollierbarer. Aber bisher hatten wir noch keine Probleme. Die Tests geben uns, den Kindern sowie Eltern Sicherheit und sind daher sehr wichtig“, erklärt Gregor Fontein.

Auch Christina Schmitt, Schulleiterin der Johannesschule, hat positive Erfahrungen mit den Kindern gemacht. „Die Schule ist voll mit strahlenden Gesichtern. Die Kinder freuen sich einfach, wieder gemeinsam den Schulalltag zu meistern“, berichtet sie. Viele Schüler haben sich seit Monaten nicht gesehen und sind dankbar, dass sie vor den Ferien noch einmal die Gelegenheit dazu haben. Aktuell läge die Herausforderung noch darin, die Lernstände der einzelnen Schüler abzufragen und wieder zusammenzuführen: „Das Gemeinschaftsgefühl ist nach wie vor da, aber wir müssen unseren Weg in die Routine zurück finden.“

Die Pandemie hat den Schulen, Lehrkräften und Schülern viel abverlangt. Wenig soziale Kontakte und ständige Umgewöhnung waren nicht nur ein bürokratischer Aufwand, sondern haben sich auf die Psyche der Kinder ausgewirkt. Stefan Völlmert, Schulleiter der Sekundarschule in Kirchhellen, sieht den Menschen ganz klar im Vordergrund: „Wir haben uns Sorgen um die Schüler gemacht. Ein regulärer Schulalltag im Kreise all ihrer Mitschüler soll ihnen ein Stück Normalität wiedergeben.“

Auch für den Lernprozess sei der Präsenzunterricht wichtig, denn Interaktion und Gemeinschaft seien Kernpunkte für erfolgreiches Lernen. Auch wenn die Ferien schon von dem ein oder anderen herbeigesehnt werden, ist die aktuelle Schulsituation wichtig für die positive Entwicklung der Schüler – persönlich und schulisch.

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