Ralf Pohlmann eröffnete Ausstellung im Hof Jünger

Bedrückend und berührend

Ralf Pohlmann eröffnete am vergangenen Samstag seine Ausstellung „Nah dran“ im Kulturzentrum Hof Jünger. Die über 30 Kreide-, Tusche- und Acrylmalereien beeindruckten durch ihre Ausdrucksstärke und die intensive Auseinandersetzung mit sehr schwierigen Themen.

KIRCHHELLEN

, 15.09.2014, 17:10 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ralf Pohlmann prädentiert bei seiner Ausstellung "Nah dran" viele ausdrucksstarke, emotionale Bilder.  Wie etwa "Auslöschung" - die Bücherverbrennung während der Nazi-Zeit.

Ralf Pohlmann prädentiert bei seiner Ausstellung "Nah dran" viele ausdrucksstarke, emotionale Bilder. Wie etwa "Auslöschung" - die Bücherverbrennung während der Nazi-Zeit.

Er selbst interessiert sich für Literatur, das Gute und Böse im Menschen und in diesem Zusammenhang auch für die Opfer und Akteure des Zweiten Weltkriegs. Die Bilder aus seinem Zyklus "Buchenwald ist ganz nah bei Weimar" sind dunkel und voller Emotionen. Schaut man sich die sieben Werke aus dieser Reihe genauer an, tragen sie alle starke Emotionen mit sich. "Ich habe auch zwei Werke zu den Geschwistern Scholl ausgestellt. Es hat fast zehn Jahre gedauert, bis ich einen Zugang fand, wie ich meine Bewunderung für diese starken Menschen in einem Bild zum Ausdruck bringen kann", erklärte Pohlmann, der von Beruf Steinmetz ist.

Der Gegensatz aus gut durchdachten Themen und der Spontanität während der Arbeit verschafft den Bildern einen einzigartigen Touch, der zwar bedrückend sein kann, aber gleichzeitig auch berührt – und genau das ist für den Künstler das größte Kompliment.

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