Rat stimmt Schulentwicklungsplan zu

Entscheidung

Mit den Stimmen aus Reihen von CDU, SPD, ÖDP und FDP hat der Rat dem Schulentwicklungsplan zugestimmt.

BOTTROP-KIRCHHELLEN

von Von Berthold Fehmer

, 08.05.2013, 10:38 Uhr / Lesedauer: 1 min

Rainer Hürter (CDU) betonte, dass der Schulentwicklungsplan eine ganze Menge an Spielräumen enthalte. „Mit großer Zufriedenheit sehen wir die Situation in Kirchhellen. Die gefundene Lösung wird allen gerecht und lässt keinen außen vor.“ Die geplante Sekundarschule sei eine Chance, mehr Schülern vor Ort ein differenziertes Angebot zu machen und sie nicht in andere Städte zu schicken. Hürter: „Diese Vorlage ist keine Festlegung, sondern setzt einen Entwicklungsprozess in Gang.“ Sigrid Lange (Grüne): „Der Schulentwicklungsplan sollte nicht nur ein Reagieren auf abnehmende Schülerzahlen sein.“ Mehr Elternbeteiligung, eine inhaltlichere Diskussion, eine schnellere Einrichtung der Sekundarschulen habe sich ihre Fraktion gewünscht. Deshalb werde man dem Schulentwicklungsplan nicht zustimmen.

Marianne Dominas (ÖDP): „Wir finden es richtig, dass dieser Plan die Einrichtung von Sekundarschulen abhängig machen von dem Willen der Eltern.“ Den Wünschen der Kirchhellener komme die Sekundarschule augenscheinlich entgegen. Gebundener Ganztag, Inklusion, Klassengrößen unter 20 – hinter diesen Forderungen der DKP bleibe der Schulentwicklungsplan zurück, sagte Ulrich Kunold. Das sei Landespolitik, so Johannes Bombeck (ÖDP). Oliver Mies (FDP) nannte den Schulentwicklungsplan das „wichtigste Projekt innerhalb der Legislaturperiode“. Dass der Elternwille in Kirchhellen darüber entscheide, ob es eine Sekundarschule geben wird, sei begrüßenswert. Christoph Ferdinand (Die Linke) bemängelte, dass der Schulentwicklungsplan der in Zukunft durch das Auslaufen des Bergbaus drohenden Jugendarbeitslosigkeit nicht gerecht werde. Die Sekundarschule sei nur eine „Gesamtschule light“. „Sekundar steht laut Duden für ’zweitrangig‘, und das wird von Eltern auch so empfunden.“

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