Regelmäßige Kontrollen zum Schutz des Heidesees

Regelverstöße ahnden

Am Heidesee ist längst nicht alles erlaubt, was Besucher dort gern tun würden. Deshalb kontrollieren die Behörden regelmäßig die Einhaltung der Naturschutz-Regeln.

Kirchhellen

17.06.2020, 09:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ein Stück Natur, mit dem Besucher sorgfältig umgehen sollten: Die Kirchheller Heide mit dem Heidesee.

Ein Stück Natur, mit dem Besucher sorgfältig umgehen sollten: Die Kirchheller Heide mit dem Heidesee. © Archiv

Um den Heidesee zu schützen, hat die Stadt auch für dieses Jahr verstärkte Kontrollen vorgesehen. Bereits am vergangenen Freitag und Samstag (12. und 13. Juni) starteten die ersten gemeinsamen Kontrollen des Regionalverbandes Ruhr, des Landesbetriebs Wald und Holz, des Kommunalen Ordnungsdienstes und der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt Bottrop für dieses Jahr. Ziel ist es, das Gebiet zu schützen, die vorkommenden Arten zu erhalten und die Besucher zu sensibilisieren. Bei Verstößen werden Verwarn- und Bußgelder verhängt.

Maßnahmenkonzept für den Arten- und Naturschutz

Um einerseits den Lebensraum für die vorkommenden Arten zu schützen, aber auch andererseits das Gebiet für Besucher zu erhalten, ist für dieses Jahr zudem die Entwicklung eines Maßnahmenkonzepts durch die Biologische Station Westliches Ruhrgebiet und die Untere Naturschutzbehörde vorgesehen.

Dabei werden die Bestände an Arten aufgenommen, die Entwicklungsziele festgehalten und Maßnahmen zur Verbesserung des aktuellen Zustandes geplant.

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Die Notwendigkeit zur Entwicklung von solchen Konzepten ergibt sich nach Angaben der Stadt aus der Fauna-Flora-Habitat (FFH)-Richtlinie der Europäischen Union. Demnach sind für alle FFH-Gebiete in Europa Maßnahmenpläne zu entwickeln, um eine Verbesserung der Lebensräume und der vorkommenden Arten zu gewährleisten.

Badeverbot, Anleinpflicht für Hunde, Grillverbot

Die vorhandenen Regeln und ihre Einhaltung stellen für das Gebiet ein wichtiges Fundament für den Erhalt dar. Zu beachten ist entsprechend unter anderem das Badeverbot, die Anleinpflicht für Hunde sowie die alleinige Nutzung des Rundwanderweges. Auch die Beschädigung von Bäumen, Sträuchern und Pflanzen, das Stören von wildlebenden Tieren, das Entzünden von Feuer und das Hinterlassen von Abfällen ist ordnungswidrig.

Aufgrund der bisherigen Trockenheit und der damit einhergehenden Waldbrandgefahr werden Besucher, die in dem Naturschutzgebiet grillen sowie Shisha oder Zigarette rauchen, besonders kontrolliert.

Der Heidesee ist für viele Arten ein wichtiger Lebensraum

Das Naturschutzgebiet in der Kirchheller Heide ist ein bedeutsamer Lebensraum für schützenswerte Pflanzen und Tiere. Von landesweiter Bedeutung sind die vorkommenden Armleuchteralgenbestände im ehemaligen Kies-Abgrabungs-Komplex. Dabei ist der Heidesee nicht nur für viele Arten ein wichtiger Lebensraum, sondern auch für den Menschen ein beliebtes Ausflugsziel und wichtiges Naherholungsgebiet.

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