Das letzte Teilstück kurz vor Schermbeck ist schon seit längerem fertiggestellt. Hier müssen nur noch die Schilder an den dafür vorgesehenen Stellen angebracht werden. © Aileen Kurkowiak
Baustellen

Rekordverdächtig: Radweg wird viel schneller fertig als gedacht

Die Bauzeit des Radwegs an der Gahlener Straße in Richtung Schermbeck war für einen Zeitraum von einem Jahr geplant. Einige Umstände ermöglichen eine Fertigstellung nach nur fünf Monaten.

Rekordverdächtig: Der Spatenstich an der Gahlener Straße erfolgte im vergangenen Mai, die Finalisierung der Baustelle wird noch im September stattfinden. Schermbeck hat vorgelegt und endlich war auch Kirchhellen an der Reihe.

Bereits seit 2009 gab es die Forderung nach einem Geh- und Radweg auf der Landstraße 104 von Kirchhellen nach Schermbeck-Gahlen. Nachdem das Teilstück auf Schermbecker Gebiet bereits fertiggestellt wurde, war es nun an der Zeit, dass das Projekt auch auf Kirchhellener Seite voranschreitet. Jetzt ist sogar zeitnah ein Ende in Sicht.

Glückliche Umstände beschleunigen Bauzeit

Noch bei den Vorstellungen der Pläne des Kirchhellener Teilstücks hieß es von Oberbürgermeister Bernd Tischler: „Der geplante Radweg wird auf Bottroper Seite 1,75 Kilometer lang sein, die Bauzeit wird auf ein Jahr geschätzt und das gesamte Projekt wird rund zwei Millionen Euro kosten.“ Soweit alles richtig, nur, dass die geplante Bauzeit deutlich unterschritten wurde. „Das hängt mit einer Vielzahl glücklicher Umstände zusammen“, erklärt Ingo Pretzsch, Sachgebietsleiter im Fachbereich Tiefbau der Stadt Bottrop.

„Die Firma Eurovia hat wirklich gute Arbeit geleistet, konnte den Zeitraum zwischen zwei Großbaustellen nutzen und mit überdurchschnittlich viel Personal die Arbeiten an der Gahlener Straße vorantreiben. Zusätzlich wurden für die Baustoffe örtliche Lieferanten in unmittelbarer Nähe zur Baustelle gewählt, weswegen auch hier die Wege kürzer waren.“

Am Durchlassbauwerk des Breilsbachs wird noch gewerkelt. Ab Ende September kann die Straße dann auch schon für den Verkehr freigegeben werden. © Aileen Kurkowiak © Aileen Kurkowiak

Außerdem seien die Wetterbedingungen günstig gewesen, so der Sachgebietsleiter, obwohl es um den 4. Juli zu Überflutungen durch Starkregen auch am Breilsbach gekommen war, gab es sonst keine wetterbendingten Verzögerungen. Zum Zeitpunkt der Überflutungen wurde eine Stahlsprungwand über dem Bach gebaut, in die noch der Durchlass geschnitten werden musste.

Nun ist das große Durchlassbauwerk am Bach jedoch kurz vor der Fertigstellung und auch der letzte Teilabschnitt am Radweg ist so gut wie fertig. „Durch den größeren Querschnitt des Durchlasses hat nun nicht nur das Wasser die Möglichkeit, ohne Behinderung zu fließen, auch Fische, Insekten und Amphibien können das Durchlassbauwerk einfacher durchqueren“, erklärt Ingo Pretzsch.

Nur noch Kleinigkeiten sind zu erledigen

Für ein angenehmes Fahrgefühl auf dem Radweg wurde extra eine sehr feinkörnige Asphaltsorte gewählt. © Aileen Kurkowiak © Aileen Kurkowiak

Auf ein genaues Datum für die Beendigung der Baustelle möchte man sich von städtischer Seite noch nicht festlegen. Noch im September soll allerdings alles fertig sein. „Zwischen der Hofwiese und dem Alten Postweg ist die Straße aktuell noch gesperrt. Sie kann für den Verkehr freigegeben werden, sobald die letzten Kleinigkeiten erledigt sind. Das wären einerseits Stellen, die im Durchlass noch betoniert werden müssen, das Geländer, was aufgestellt werden muss, und die Straßenschilder, die an den richtigen Orten platziert werden müssen“, so Pretzsch.

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