Schandfleck in Feldhausen - Ludger Schnieder fordert zügiges Handeln

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Die Wiese zwischen Flüchtlingsunterkunft, Schule, Kita und Feuerwehr in Feldhausen ist mit Unkraut überwuchert. Der Bezirksbürgermeister fordert die Stadt auf, schnell zu handeln.

Feldhausen

, 20.08.2020, 15:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

An der Ecke Liboriweg/Bonhoefferstraße - in direkter Nachbarschaft zur Flüchtlingsunterkunft, zu Kindergarten, Schule und Freiwilliger Feuerwehr - liegt eine Fläche, die Anwohner inzwischen als Schandfleck ansehen. Jetzt fordert Bezirksbürgermeister Ludger Schnieder die Verwaltung auf zu handeln.

„Die Wiese ist mit Unkraut überwuchert, gleiches gilt für die Zuwege. Die Samen des Unkrauts landen in den angrenzenden Gärten. Das sieht wirklich nicht schön aus“, sagt Schnieder. Anwohner hatten ihn im Rahmen seiner Bürgersprechstunde auf den schlechten Pflegezustand dieses Bereichs hingewiesen.

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Früher, so der Bezirksbürgermeister, sei die städtische Fläche an einen Bauern verpachtet gewesen, seit die Flüchtlingsunterkunft dort steht, sei dies jedoch nicht mehr der Fall. Die Kirchhellener Politik fordere schon lange, die Fläche für „öffentliche Belange“ zu nutzen. „Zum Beispiel für einen Lebensmittelladen oder als Erweiterungsfläche für Feuerwehr, Kita oder Schule“, erklärt Schnieder.

Fenster können nicht mehr geöffnet werden

Er ist der Meinung, der Verwaltung sei nicht bewusst gewesen, dass die Verpachtung aufgehoben ist. Nun fordert er in einem Schreiben die Stadt auf, den Bereich so schnell wie möglich von Unkraut zu befreien, den Gehweg wieder in voller Breite nutzbar zu machen und den Erdwall zu den Wohncontainern hin wieder in einen „ordnungsgemäßen Zustand“ zu versetzen. „Hier können die rückwärtigen Fenster schon nicht mehr geöffnet werden“, so Ludger Schnieder.

Einige Fenster der Flüchtlingsunterkunft können bereits nicht mehr geöffnet werden, da der Erdwall dort so überwuchert ist.

Einige Fenster der Flüchtlingsunterkunft können bereits nicht mehr geöffnet werden, da der Erdwall dort so überwuchert ist. © privat

Der Kirchhellener Bezirksbürgermeister regt außerdem an, auf der Wiese im kommenden Jahr Wildblumen auszusäen. Dadurch werde nicht nur das optische Erscheinungsbild, sondern auch die Situation für Insekten aller Art deutlich verbessert.

Stadt: Fachbereich ist informiert

Der Bottroper Stadtverwaltung waren nach Angaben von Sprecher Andreas Pläsken die Anmerkungen des Bezirksbürgermeisters noch nicht bekannt. Es sei jedoch so, dass der zuständige Fachbereich informiert und beauftragt worden sei, die Sache zu prüfen und „sollten sich die Hinweise als zutreffend erweisen, die Situation zu verbessern und die Missstände abzustellen.“

Der zuständige Fachdezernent halte die Idee, dort im kommenden Jahr eine Wildblumenwiese einzurichten, für eine gute Idee, die in weitere Überlegungen und Handlungsmöglichkeiten einbezogen werde, so Pläsken.

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