Schlechte Ernte lässt Heu-Preis explodieren

Tierfutter

Das Frühjahr war zu trocken, der Sommer zu nass. Die extremen Wetterverhältnisse machen sich vor allem beim Heu bemerkbar: Da weniger Gras geschnitten wurde, explodieren die Preise.

KIRCHHELLEN

von Von Maren Volkmann

, 11.10.2011, 15:41 Uhr / Lesedauer: 1 min
Rainer Heuwing beheimat seit 26 Jahren Pensionspferde wie Wodan (l.) und Blacky auf dem Repeler Hof. Wenn das Heu teurer wird, muss auch die Unterstell-Miete erhöht werden.

Rainer Heuwing beheimat seit 26 Jahren Pensionspferde wie Wodan (l.) und Blacky auf dem Repeler Hof. Wenn das Heu teurer wird, muss auch die Unterstell-Miete erhöht werden.

Wer dringend Heu braucht, kauft in Norddeutschland oder Polen, wo die Ernte besser ausgefallen ist. „Da kommen aber die hohen Transportkosten hinzu“, sagt Elisabeth Heuwing. Für sie steht fest: Wenn die nächste Ernte wieder so schlecht ausfällt und Heu derart teuer bleibt, müssen auch die Unterstell-Mieten leicht erhöht werden. Auf dem Repeler Hof wird hauptsächlich Heulage verfüttert, die hier selbst angebaut wird. Im Gegensatz zu Heu wird Heulage kürzer getrocknet und ist dementsprechend feuchter. Vorerst sind die Heuwings ausreichend damit eingedeckt. Doch sobald hinzu gekauft werden muss, wird’s richtig teuer.Auch auf dem Rotthoffs Hof machen sich die steigenden Preise für Heu bemerkbar. Der Biohof kauft ausschließlich Heu-Rundballen aus einem Bio-Betrieb aus Rheinberg, zahlt also ohnehin schon etwa 50 Prozent mehr. „Jetzt zahlen wir 100 Prozent mehr als für einen konventionellen Rundballen“, sagt Betriebsleiter Werner Burhoff. Zusätzlich verfügt der Biohof über Flächen von ein bis zwei Hektar, wo Heu als Zwischenfrucht – also zwischen zwei Ernten – angebaut wird. Diese Flächen reichen allerdings so oder so nicht aus, um die Pferde des Hofes mit Heu zu versorgen, in jedem Fall müssen Ballen hinzu gekauft werden. In diesem Jahr mehr als zuvor.

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