Leandro Bongers und Lena Wacke präsentieren stolz ihr Spielbrett mit Figuren, die sie im 3D-Drucker angefertigt haben. © Valerie Misz
Vestisches Gymnasium

Schüler holen sich dritten Platz beim Bundeswettbewerb Fremdsprachen

Lena Wacke und Leandro Bongers aus der 9a haben trotz der erschwerten Corona-Bedingungen einen Sieg für das Vestische Gymnasium Kirchhellen geholt. Die beiden haben ein Brettspiel entworfen.

Der Bundeswettbewerb für Fremdsprachen wird jährlich für Schülerinnen und Schüler der Klassen 6 bis 13 sowie für Auszubildende durchgeführt. Es gibt verschiedene Kategorien, die in Alter und Klassenstufen unterteilt sind.

Lena Wacke und Leandro Bongers haben in der Team-Kategorie teilgenommen. Ursprünglich braucht es mindestens drei Teilnehmer. Allerdings durften die beiden nach dem Ausfall der dritten Person auch im kleineren Team teilnehmen. Ihr Engagement hat sich ausgezahlt. Den dritten Platz landesweit konnten sich die zwei Neuntklässler mit ihrem selbst entworfenen Brettspiel „Gradus ad Olympum“ (Der Weg zum Olymp) sichern.

Die beiden Sieger bauen mit ihrer Projektkoordinatorin Ute Schinke das handgemachte Spielbrett auf.
Die beiden Sieger bauen mit ihrer Projektkoordinatorin Ute Schinke das handgemachte Spielbrett auf. © Valerie Misz © Valerie Misz

Lateinlehrerin Ute Schinke stellt den Wettbewerb jährlich vor und koordiniert die Projekte: „Ich freue mich immer, wenn sich Schüler für die Teilnahme interessieren. Dieses Jahr waren Lena und Leandro die einzigen, die etwas eingereicht haben. Unterstützung brauchten und wollten sie aber keine. Ich habe nur hin und wieder ein paar aufmunternde Worte an sie gerichtet.“

Quer durch das Römische Reich

Allein für die Umsetzung wurden um die 70 Zeitstunden außerhalb der Schule investiert. Das Spiel führt einmal von Rom bis zum Olymp – Quer durch das Römische Reich. Auf dem „Gradus ad Olympum“ muss der Spieler Fragen beantworten und Aufgaben bewältigen, um zu beweisen, dass er dem Olymp würdig ist. „Nicht jeder spricht oder versteht Latein, deswegen haben wir das Spiel zusätzlich auf Englisch gestaltet“, erklärt Lena.

Es gibt verschiedene Spielfiguren mit unterschiedlichen Fähigkeiten, die einem dabei helfen, die Aufgaben zu bewältigen. Die Spielfiguren wurden zunächst am Computer entworfen und anschließend mit einem 3D-Drucker angefertigt. Das Spielbrett ist handbemalt, alles drum und dran ein Unikat.

Im Video sprechen sie Englisch und Latein

Das eingereichte Endprodukt war jedoch nicht das Spiel. Gefordert war ein Video, in dem erkennbar ist, wie die Schüler die Fremdsprachen beherrschen. Im Gegensatz zu Leandro hat Lena keinen Lateinunterricht. In dem Video erklären die Schüler zunächst das Spiel und führen dann eine Spielrunde vor.

Während der gesamten Zeit sprechen sie Englisch und Latein. „Besonders herausragend finde ich die Leistung, dass die beiden auf Latein gesprochen haben. Als tote Sprache wird sie nicht einmal während des Unterrichts gesprochen, sondern nur geschrieben“, erklärt Ute Schinke stolz.

Die Sieger haben Urkunden, Prämiengeschenke und eine kleine Geldprämie bekommen. Was die beiden nun mit ihrem Preisgeld anstellen? „Patent anmelden“, sagt Leandro und lacht.

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